Kleine und große Linux AHAs
Wäre doch schade drum: Google Kalender sichern
Ein Google Account in Verbindung mit einem Smartphone hat schon seinen Reiz. Man kann über viele Wege auf diverse Daten zugreifen und hat immer alles automatisch synchron. Und das auch noch ohne Kosten – schön.
Wenn man das nun jeden Tag nutzt füllt man seinen Account immer mehr mit Leben. Was nun, wenn diese Daten verschwinden? Die Mails werden per IMAP abgefragt, davon eine Sicherung zu machen halte ich für übertrieben. Wenn mal eine private Mail gelöscht wird sollte das nicht so schlimm sein (wenn doch sollte man sich ganz andere Gedanken machen). Mir geht es hier erst einmal um den Kalender – weil einfach. Warum den Google Kalender sichern? Ist doch alles bei Google mit seinen Millionen von Rechnern und … gut gesichert! Ja. Ich denke schon, dass Google ein gutes Backup hat und es so schnell nicht zu Datenverlust kommen kann. Allerdings bin da immer noch ich. Ich kann meine Daten löschen – vielleicht auch dann, wenn ich das gar nicht möchte.
Beispielsweise hatte ich mit meinem Smartphone einmal Probleme mit der Synchronisation. Während dieses Problems hab ich mir echt Sorgen gemacht, ob denn jetzt überhaupt die Daten noch da sind oder ob jetzt alles “weggesynct” ist … Für den Fall lege ich mir nun immer ein Backup an.
Ich nutze ein NAS System um meine Datensicherung zu machen (s. Home NAS mit iSCSI). Per rsync werden dabei die Daten meines lokalen Systems auf das NAS Device synchronisiert. Den rsync Aufruf habe ich dazu in ein Script gepackt. Dieses Script wurde nun um folgendes erweitert:
# go to $HOME
cd $HOME
# default file name
GCAL_FILE="google_kalender.ics"
# get the ics file from google
wget -nc -O ${GCAL_FILE}.tmp -c <URL>
# rotate/rename files
if [ $? == 0 ]
then
[ -e ${GCAL_FILE}.4 ] && rm -f ${GCAL_FILE}.4
[ -e ${GCAL_FILE}.3 ] && mv ${GCAL_FILE}.3 ${GCAL_FILE}.4
[ -e ${GCAL_FILE}.2 ] && mv ${GCAL_FILE}.2 ${GCAL_FILE}.3
[ -e ${GCAL_FILE}.1 ] && mv ${GCAL_FILE}.1 ${GCAL_FILE}.2
[ -e ${GCAL_FILE} ] && mv ${GCAL_FILE} ${GCAL_FILE}.1
mv ${GCAL_FILE}.tmp ${GCAL_FILE}
fi
Dieses Snippet legt quasi 5 Versionen der Sicherung im home Verzeichnis des Users an.
ACHTUNG! Woher kommt die URL?
Die URL für den Download könnt ihr aus den Google Kalender Einstellungen entnehmen:
- Einstellungen
- Kalender
- den betreffenden Kalender auswählen
- in dem Bereich “Privatadresse” den Link zu ICAL kopieren – das ist die URL
Und die Kontakte?
Tja, da waren sie wieder meine drei Probleme. Sollte irgendjemand eine Idee haben, wie man das Adressbuch ohne manuellen Eingriff herunterladen kann, dann bitte melden!! So wie ich das sehe muss man sich dazu anmelden und sich durch das Menü (Auswahl des Dateityps) hangeln.
[UPDATE]
Wie in dem Kommentar von Andy zu lesen, hat er ein Perl Script mit dem er das Google Adressbuch sichert. Ich habe es gerade selbst ausprobiert und nach einer kleinen Anpassung des Pfades (/tmp/… ist im Home Verzeichnis nicht bei jedem vorhanden) hat es auch bei mir einwandfrei funktioniert. Das Script findet ihr hier.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Ronny am 25. Mai 2010 um 08:40 veröffentlicht und unter bash, ScriptHints, Ubuntu Desktop, ubuntuusers.de abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst direkt zum Ende gehen und einen Kommentar hinterlassen. Pings ist momentan nicht möglich. |







vor 1 Jahr
Google via commandline!!!
http://code.google.com/p/googlecl/
Auch zum sichern geeignet…!
vor 1 Jahr
Danke für den Tipp!
Google Kontakte sichern ist auch nicht so schwer.
Ich mache das schon seit längerem so mit einem kleinen Perl-Skript:
http://spiegl.de/blog/nano/archives/2010/05/26/automatic_backup_of_google_contacts/
vor 1 Jahr
Hallo,
für Thunderbird schein es dieses AddOn: https://addons.mozilla.org/en-US/thunderbird/addon/7307/ zu geben, evtl. kann man daraus was batelt? *kopfkratz*
vor 1 Jahr
Also ein mal über Evolution und dann ins Backup damit oder Conduit http://live.gnome.org/Conduit und gleich auf den Nas geschoben.
vor 1 Jahr
Hallo,
vielen Dank für den Tipp mit Conduit. Ich hatte mir Conduit schon vor längerer Zeit mal angesehen und war von der Stabilität her nicht so beeindruckt. Nun hab ich es mir heute mal wieder angesehen. Der Dump von Google Kontaktdaten funktioniert zwar (in einen Ordner), allerdings sind die .vcf Files nicht wirklich vollständig. Es befinden sich lediglich die eMailadressen darin und der Name. Keine Telefonnummern oder ähnliches.
Von daher nicht wirklich eine brauchbare Lösung – den Ansatz und die eigentliche Umsetzung von Conduit halte ich für richtig gut!!
Ronny
vor 1 Jahr
FRAGE: Was für’n NAS benutzt Du denn?
vor 1 Jahr
Hallo,
das “selbstbau” NAS was ich in einem früheren Artikel beschrieben habe. Der Link findet sich im Artikel.
(Bevor es hier nun eine Diskussion darum gibt – die Definition NAS ist recht flexibel
)
vor 1 Jahr
Hi,
auf die Schnelle hab ich nur die Google Contacts API gefunden:
http://code.google.com/intl/de-DE/apis/contacts/
darüber sollte das aber machbar sein!
vor 1 Jahr
Ich würde auch meine IMAP-Mails an deiner Stelle sichern. Da probiert man nur mal ein Thunderbird beta aus oder verklickt sich und dann sind alle Mails weg….