HDYUYD Teil III: Lila Täubchen gut integriert – Pidgin

Instant Messenger gibt es mittlerweile sehr viele. Ich habe mich vor einiger Zeit schon für Pidgin entschieden.

Einige Gründe sprechen für Pidgin in meiner Umgebung (z.B. Gnome).

Pidgin (ehemals Gaim) unterstützt nahezu alle bekannten Chat-Protokolle und kann sich gleichzeitig bei verschiedenen Netzwerken anmelden. Die Funktionsvielfalt ist groß. Pidgin kann über diverse Plugins erweitert werden und sich dadurch prima in die Desktopumgebung einfügen. Da Pidgin sehr bekannt ist, können auch andere Programme an Pidgin andocken. Beispielsweise Gnome-Do aus dem letzten Artikel.

Integration in den Desktop

Pidgin integriert sich sehr gut in den Gnome Desktop. Wie es mit anderen (KDE,…) aussieht kann ich leider nicht sagen. Natürlich gibt es im Systemabschnitt des Panels oder Docks das Statusicon. Natürlich blinkt das wie wild wenn offene Nachrichten vorhanden sind. Das sind jedoch die Standardfunktionen die ein solcher Client unter einem aktuellen Desktop bringen muss.

Anders sieht es aus wenn es beispielsweise um die “Senden an …” Funktion geht.

Diese Funktion ermöglicht es, Dateien direkt aus Nautilus oder vom Desktop aus an einen Chatpartner zu schicken (soweit vom Protokoll unterstützt). Diese Möglichkeit wird nicht von allen Clients angeboten, ist jedoch sehr nützlich ;-) Beim Dateitransfer über IM wird direkt zwischen den Clients eine Verbindung aufgebaut und die Datei somit direkt von PC zu PC übertragen. Im Unternehmensnetz macht dies absolut Sinn – einiges was vorher als Email verschickt wurde wird nun über IM verschickt. Dadurch werden die Mailserver entlastet und vor allen Dingen wird kein teurer Speicherplatz dafür verschwendet (seien wir mal ehrlich – die meisten Emailanhänge sind es nicht Wert gesichert zu werden).

Auch Gnome-Do interagiert mit Pidgin. Wie bereits im letzten Artikel beschrieben – naja per Screenshot – kann man über Gnome-Do seinen Chatpartner auswählen und direkt eine neue Konversation starten. Es ist ebenfalls möglich über Do seinen Status zu setzen; allerdings habe ich das noch nie genutzt.

Es gibt einige weitere Beispiele für die Integration wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Indicator Applet (Ubuntu) oder einem Plugin für den Avant Window Navigator.

Wichtiger Punkt – für mich

Ein wichtiges Feature für mich ist, dass Pidgin HTML anzeigen kann. Wir nutzen das ganze für Nagios Benachrichtigungen. Das ganze habe ich auch schon einmal beschrieben (Ein bisschen grün, ein bisschen gelb und möglichst wenig rot – Nagios per Jabber live und in Farbe [fixed]).

Ohne HTML würde man den Nagios Meldungen nicht direkt ansehen welchen Status sie vermitteln. Bei meinem letzten Test konnte z.B. Empathy (der Gnome IM) mit den HTML Nachrichten nichts anfangen.

Plugins

Obwohl Pidgin sehr viele Plugins bereits von Hause aus mitbringt, habe ich nur wenige in Benutzung.

  • libnotify Popups (zeige neue Nachrichten per Bubble (Ubuntu) / OSD an)
  • Off-the-Record Messaging (extra Verschlüsselung zwischen Clients durch vorherigen Schlüsselaustausch)

Naja, wie gesagt nutze ich derzeit nicht so wahnsinnig viele Plugins ;-)

9 Responses to HDYUYD Teil III: Lila Täubchen gut integriert – Pidgin

  1. Unter GNOME und Windows ist auch Pidgin mein Lieblings-IM-Client. Allerdings wüsste ich nicht, weshalb ein Nutzer, der die Plasma-Desktop-Umgebung nutzt, Pidgin ggü. Kopete den Vorzug geben sollte.

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