Monitoring: Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht

Ein neuer HP Server DL380 G7. Die aktuelle Baureihe – tolles Teil. Mit einem kleinen – wie ich finde total unnötigen Schönheitsfehler.

Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht?

Hört sich komisch an – ist aber so. Was wollten wir tun? Wir wollten auf diese Maschinen einen VMware Server installieren. Der neue VMware ESXi ist quasi eine freie Version des ESX Servers und wird direkt auf einem Server installiert, ohne dass ein Betriebssystem vorhanden sein muss (früher lief unter dem ESX ein RedHat, was heute darunter läuft weiß ich leider nicht).

Das ganze funktioniert auch mit der Hardware einwandfrei. Alles gut. Dann wollte ich die Maschine monitoren. Wie? Es gibt keine Agents für VMware. Also wollte ich das “Integrated Lights Out” (ILO) Board nutzen. Über diese Karte – mit separatem Netzwerkanschluss – kann man die Maschine remote administrieren (Konsole), bzw. auch direkt über die Hardware neu starten, Systeminfos einsehen (…). Unter anderem zeigt ILO auch das IML (Integrated Management Log) an. In diesem Log werden Systemmeldungen gespeichert wie z.B. Festplattenprobleme, ausgefallene Lüfter oder ähnliches.

Das ILO Interface kann über IPMI abgefragt werden (muss aktiviert werden). Damit lässt sich dann das Log auslesen, bzw. mit Hilfe des ipmievd das ganze auf Fehler beobachten. Der Befehl dazu lautet:


server01:~# ipmitool -I lanplus -U ilouser -H 10.10.200.98 -P <password> sel list
1 | 12/01/2011 | 15:10:13 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted
2 | 12/19/2011 | 07:16:21 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted

Das sah sehr gut aus. Nun sollte das mit einem Festplattenausfall getestet werden. Also eine Platte raus. Log abrufen …. nix. Keine Meldung. Hmmmm…. Bei den älteren Servern ging das.

Also alle Firmwarestände geprüft und am Ende mit HP in Kontakt getreten.

Extrawurst

Von HP haben wir dann erfahren, dass HP eine eigene Version (ich denke gepatcht mit Treibern/Modulen) des ESXi für ihre Hardware anbietet. Das ganze ist auch kostenfrei – nach Registrierung. Man benötigt diese Version, damit das ILO mitbekommt wenn eine Festplatte – oder möglicherweise auch andere Hardware – ausfällt, bzw. ein Problem hat. Verstehen muss ich das nicht, oder? Es muss auf dem System ein Agent/Modul/Treiber oder wie auch immer laufen, damit die eigene Hardware, in dem Fall eine Management Karte, den Status der Hardware mitbekommt.

Naja, wie dem auch sei. Nun funktioniert das ganze. Gut finde ich nicht, dass es eine solche Abhängigkeit gibt.

3 Responses to Monitoring: Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht

  1. Hallo, der Titel braucht, glaube ich, noch zwei Kommata, und dann heißt es:

    “Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht?”

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