ACPI Probleme gehören der Vergangenheit an … Denkste !!!

Früher, ja da gab es das oft. Eine Installation auf recht neuer Hardware erforderte den Kernelparameter “acpi=off”, damit die Installation durchgeführt werden konnte. Ansonsten wurden teils Festplatten nicht erkannt oder es gab die wundersamsten Probleme. Dass ich das letzte Mal diesen Parameter für eine Installation benötigt habe ist allerdings schon recht lange her.

BIS HEUTE…

Heute hab ich ihn wiedereinmal gebraucht. Ja. Nachdem ich einen Tag lang das Problem gesucht habe.

Neue HP DL380G7 Server wurden geliefert und sollten installiert werden. Ein löbliches Debian (6.0.6) sollte sich dort heimisch fühlen. Schon das erste Menü des Installers machte mich nachdenklich. Normalerweise kann man aus allen möglichen Sprachen auswählen – dort stand aber lediglich C (no localization) und English. Sonst nix. Dabei ging dann der halbe Tag drauf, da ich gedacht habe das Image ist defekt. Neues geladen – wieder nix. Auf einem anderen Rechner geladen und auf den Stick gepumpt – nix. Egal, einfach mal so versuchen … weiter geht’s. Dann wollte das System Firmware nachziehen … auch diese auf den Stick gemacht und wieder auf’s Neue gebootet …

Zwischenruf

Nur als Zwischeninformation. Die Rechner heute werden zwar immer schneller, jedoch brauchen sie immer länger bis die Initialisierung durch ist. Das dauert durchaus 5 Minuten und länger. Gefühlt wird das mit jedem weiteren Mal natürlich immer noch mehr :-)

Zwischenruf fertig

Die Installation lief durch. Ohne weitere Probleme. Nach dem ersten reboot wollte ich mich dann einloggen. Nada. Das root Passwort welches ich während der Installation vergeben hatte wurde nicht angenommen. Naja, es wurde ja zweimal eingegeben. Tippfehler würde ich ausschließen – es ging einfach nicht.

Da mir das Problem mit der Sprachauswahl nicht aus dem Kopf ging wollte ich weiter testen. Auf einem anderen Server – allerdings ein G6 – lief das ganze richtig. Im Bios war auch nichts zu finden was irgendwie Sinn machen würde oder wo ich mir vorstellen konnte, dass Probleme dadurch entstehen.

Am Ende hab ich mich dann an den acpi Parameter für den Kernel erinnert. Da ich eh keinen Rat mehr wusste hab ich diesen dann ausprobiert und siehe da – es geht!! Diesen Parameter hab ich schon ewig nicht mehr gebraucht. Und warum das ganze sich so äußerte kann ich auch nicht wirklich erklären. Ich möchte es hier dokumentieren, damit vielleicht jemand anderes nicht so lange suchen muss ;-)

9 Responses to ACPI Probleme gehören der Vergangenheit an … Denkste !!!

  1. Ich hab seit der 12.04 ein Problem mit einer GK Nvidia GTX 240, diese ist ein reseller also von Asce. Wenn ich bei der Install von Ubuntu 12.04/10 das acpi auf off stelle, kan ich es wunderbar installieren, nur wenn ich es dann neu starte, dann kommt bei der .04 karietes Bildschirm und bei der 12.10 versucht der nveau treiber sich zu intialisieren.

    Kann ich zum Beispiel über eine lIve CD an die configs ran um die installisation auf ACPI=off zu setzen ? Wobei ich gelesen hab, das man dieses nur beim installieren, aber nicht beim vollständigen Betrieb machen soll …

    • Ronny

      Hi, Du kannst im grub den Parameter beim Booten eingeben, dafür brauchst Du keine live CD.
      Bei debian wird der Parameter aus der Installation übernommen – ist also auch danach fest drin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Problem sein soll. Es gibt halt so ein paar Funktionen nicht. Also Powerknopf mal kurz Drucken zum shutdown oder sowas. Aber damit kann man leben.

  2. querdenker

    Naja der Kernel ist über 3 Jahre alt, da kann man keine Wunder mehr erwarten ;)
    Du kannst ja mal einen 3.7.2 selber kompilieren oder Ubuntu 12.04 versuchen zu starten. :)

    • Ronny

      Das ist richtig. Allerdings sind die Enterprise Derivate auch nicht viel weiter was die Kernelversion angeht. Ob die besser laufen? Mit einer aktuellen Desktop Distribution zu vergleichen find ich nicht so passend.

      • querdenker

        Allerdings sind die Enterprise Derivate auch nicht viel weiter was die Kernelversion angeht

        Ja aber mit dem Unterschied, dass z.B. Red Hat Treiber von neuen Kernelversionen auf die alten zurück portiert! Das machen die Jungs von Debian nicht.

      • Ronny

        Das ist natürlich richtig.
        Wobei ich bei diesem Problem weniger von einem Treiberproblem ausgehe, als von einer zweifelhaften Implementierung des ACPI Standards.

  3. vibaf

    Warum kaufst du einen Server der nicht für Linux zertifiziert ist bzw. erkündigst dich nicht ob dieser Einwandfrei unterstützt wird von der aktuellen Distribution, welche du einsetzen willst? Ich meine im Consumer-Bereich ist das vielleicht noch zu verstehen, im professionellen Server-Bereich sehe ich Linux aber als Non-Plus-Ultra und wenn das nicht läuft, dann kaufe ich woanders. Oder ist meine Kritik nicht gerechtfertig und zu hart? :o
    Trotzdem netter Artikel :)

    • Ronny

      Diese Server sind zertifiziert – soweit das für Debian möglich ist. Also wenn ich überlege bei wie vielen Systemen es “früher” diese Probleme gab … da waren auch genügend zertifizierte dabei.

      Leider kann ich die Ursache nicht wirklich eingrenzen. Kommt das von der Hardware oder ist es eher ein Software Bug?

      Von daher ist die Kritik vielleicht ein wenig voreilig ;-)

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