Startstecker: Wie macht Ihr’s Euch?

“Damals” musste man immer eine CD brennen um die neueste Distribution auszuprobieren. Das hat – das herunterladen übrigens auch – immer lange gedauert und war im vergleich zu heute auch weniger bequem. Dann kamen die wiederbeschreibbaren CDs. Damit wurde schon mal der Müll reduziert – in der Theorie. Denn diese waren nicht von jedem Laufwerk lesbar und teurer :-)

Alles wird gut …

Mittlerweile sind USB Sticks der Standard als Installationsmedium. Wenn auch nicht bei jedem Laptop ein USB Stick beiliegt oder auch andere Software oft noch als CD zu kaufen ist, so hat sich innerhalb der IT der USB Stick als Medium für Installationsmedien gegen die CD überwiegend durchgesetzt. Schon lange her, dass ich mir für eine Installation eine CD gebrannt habe …

… aber wie?

Die Frage die nun den ein oder anderen interessieren wird ist, wie man denn einen solchen Stick erstellt!?! Es gibt – und wir sprechen nur von Linux – einen Haufen Tools für diese Aufgabe. Eines der bekanntesten GUI-Tools ist wahrscheinlich Unetbootin. Unetbootin bietet beispielsweise auch an, das gewünschte .iso der Distribution selbst herunterzuladen. Des Weiteren gibt es Optionen wie ein persistentes Home. Spielt man mit einer Live CD, so können Daten erstellt und Änderungen gemacht werden, die auf dem USB Stick verbleiben und beim nächsten Start wieder zu Verfügung stehen.

Der liveusb-creator von Fedora hat einen vergleichbaren Funktionsumfang wie Unetbootin, fühlt sich allerdings im Fedoraumfeld um einiges wohler. Beide Programme sind übrigens auch für das gekachelte Badezimmer OS verfügbar. Das sind die meiner Meinung nach am meisten bekannten GUI Tools. Doch wie das unter Linux so ist, kann man auch diese Aufgabe recht einfach über die CLI lösen. Und wie ich finde sogar einfacher.

Das Tool “dd” sollte ein Begriff sein. Auch damit kann man einen bootbaren USB Stick erstellen. Der Befehl ist simpel:


dd if=/path/to/iso/image.iso of=/dev/usbdevice (bspw. sdc)

fertig.

Mein Favorit

Mein Favorit ist dd. Nicht weil ich ein CLI Junkie bin, sondern weil es damit ein Problem einfach nicht gibt – und das ist folgendes: Unetbootin erstellt einen eigenen Bootloader auf dem Stick und sucht innerhalb des .iso Files nach dessen Bootloader. Dieser wird analysiert und die Einträge werden dann soweit möglich übernommen. Das funktioniert leider nicht immer so gut. Dadurch fehlen öfters mal Einträge wie z.B. der Booteintrag um ein Rettungssystem zu starten oder ähnliches.

Bei dem Fedora Tool sieht das ganze nicht anders aus. Es funktioniert am besten mit Fedora, RHEL oder CentOS Images. Bei anderen gibt es ebenfalls das ein oder andere Mal Probleme.

Bisher keine Probleme hatte ich, wenn ich dd benutzt habe. Es bootet der Bootloader des .iso Images ohne Veränderungen und es stehen entsprechend alle Menüeinträge zur Verfügung.

Einen Nachteil hat die Sache mit dd natürlich. Es befindet sich im Gegensatz zu den anderen Tools kein “normales” Filesystem auf dem Stick und die Partitionstabelle ist auch nicht so, wie man es von einem Stick erwarten würde. Ein persistentes Home, wie es von den Tools angeboten wird, wird damit nicht so einfach funktionieren. Da muss man sich eben die Frage stellen, ob man das möchte bzw. braucht. Ich benötige meistens einfach nur ein Installationsmedium zur Installation oder zum Test und das sollte funktionieren.

Was nutzt ihr?

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12 Responses to Startstecker: Wie macht Ihr’s Euch?

  1. Gerald

    Die Version mit dd hat einen Haken: Viele ältere BIOSe akzeptieren keinen CD-Bootloader bzw. diese “komische” Partitionstabelle auf einer Festplatte, als die sie den USB-Stick erkennen, und melden ein ungültiges Startnedium.

    Komischerweise geht’s nämlich, wenn man ein USB-CD-Laufwerk anschließt.

  2. sub

    Ich nutz auch dd. Was mich da bisher gestört hat, war die angesprochene „komische“ Partitionstabelle. Irgendwie hab ich es danach nicht geschafft den Stick wieder so zu formatieren, dass ich ihn als fat-Dateisystem nutzen konnte. Hast du/habt ihr eine Lösung dafür?

    • Ronny

      Damit hatte ich bisher keine Probleme. Die Partitionstabelle kannst Du mit fstab auf der cli einfach wieder neu schreiben. Ob die Programme unter Gnome etc das können hab ich noch nicht probiert – denke aber schon ;-)

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