Kleine und große Linux AHAs
HDYUYD
HDYUYD Teil V: Internet, Office & Editor
23. Mrz
Heute zeige ich nichts so wahnsinnig neues oder verwunderliches. Aber um das ganze möglichst vollständig zu halten muss eben auch so etwas in diese Serie.
Mit welchen Tools wird gesurft, womit die “normalen” Office Arbeiten erledigt? Ich denke da bin ich absolut standardmäßig unterwegs. Wobei das genere
ll so eine Sache ist, da nicht jeder auf der Arbeit mit Linux arbeiten darf(!).
Internet Browser
Browser Nummer 1 ist Firefox. Von ihm komme ich nicht so recht ab, da er die – hier beschriebene – Erweiterung AutoAuth als einziger anbietet, die innerhalb eines Corporate Network definitiv interessant ist. Ansonsten habe ich ProxySwitch (zwischen mehreren Proxies, bzw. keinem per Klick umschalten) und AdBlock Plus (sollte wohl jeder kennen) installiert. Also recht langweilig.
Naja, durch mein mittlerweile recht bekanntes Email-MIgrationsprojekt habe ich mittlerweile doch so einige zu Thunderbird bringen können. Natürlich arbeite ich auch selbst damit. Für die Migration ist Thunderbird als Fatclient eine der Hauptbestandteile.
Thunderbird kann sich recht gut in einen Gnome Desktop einbinden. Damit meine optisch als auch funktional. Beispielsweise funktioniert “senden an …” aus dem Kontextmenü wenn man Thunderbird bei den bevorzugten Programmen als Emailprogramm hinterlegt.
Mit dieser Einstellung kann man einfach eine Datei nehmen und per rechte Maustaste “senden an…” mit Thunderbird versenden. Aber Achtung! Das ganze funktioniert nicht mit Dateien von Netzwerklaufwerken (bspw. SFTP über Nautilus). Auch drag&drop funktioniert nicht aus solchen Laufwerken.
Addons
- Close Tab on ESC – Damit kann man ein TAB mit ESC schließen
- Lightning – Als Kalender / Aufgaben Addon (Migrationsprojekt)
- Provider für Google Kalender – Den privaten Google Kalender auch anzeigen
- XNote – Damit kann man nette Notizen an eine Mail “ankleben”
Office
Tja, als Officepaket kommt mittlerweile LibreOffice zum zug. Ich denke da braucht man auch nicht viel zu zu sagen. Da ich nicht viel mit Office Dokumenten mache komme ich gut damit klar. Anders mag es aussehen wenn man sehr viel damit macht oder machen muss, dann wird die Frage der kompatibilität zu MS Office eine große Rolle spielen. Bei mir nicht so
Editor
Zum editieren gibt es für mich zur Zeit zwei Programme. Zuerst einmal natürlich vi / vim. Der ist standard für Admintätigkeiten auf entfernten Maschinen oder auch auf meiner lokalen Workstation.
Danach kommt seit kürzerem Scribes.
Scribes wurde vor einiger Zeit auch auf dem Planeten beschrieben. Er ist wahnsinnig hilfreich bei sehr vielen Scriptsprachen. Normalerweise bin ich kein Freund von Tools die einem alles vorgeben und alles besser wissen, aber Scribes tut das wirklich intelligent. Einfach mal ausprobieren.
HDYUYD Teil IV: How do you use your terminal
25. Feb
Administration von Linux Servern ohne Terminal ist für mich nicht wirklich vorstellbar. Natürlich gibt es irgendwelche Blackboxen die über ein Webinterface administriert werden und so perfekt gemacht sind, dass man die Konsole nicht wirklich braucht. Ich spreche hier aber von Linux Servern in Unternehmen – ich beschreibe ja auch was ich so zum Arbeiten nutze und wie. Da kommt man nicht um ein Terminal herum.
Nun hat auch für die Konsole jeder seine Mittel, Vorlieben und Wege um zu arbeiten.
Gnome-Terminal
Natürlich nutze ich das Gnome-Terminal
Für mich gibt es dabei ein paar wichtige Einstellungen damit ich mich wohlfühle.
Größe
Per Default ist das Terminal recht klein. Damit ich nicht immer wieder die Größe mit Hilfe der Maus ändern muss, ist für mich eine der ersten Einstellungen die Default Größe des Terminals. Das geschieht über Bearbeiten->Profile->Default->Benutzerdefinierte Größe …
Man kann natürlich auch das Terminal mit dem Parameter –geometry die Größe für den Aufruf anpassen. Allerdings funktioniert das dann nicht mit Gnome-Do
Rollbraten
Ähem, Rollbalken natürlich. Mit Rollbalken ist im Prinzip die Anzahl der Zeilen gemeint, die man per <shift>+<bild auf> oder mit der Maus nach oben scrollen kann. Die Standardeinstellung von 512 Zeilen reicht bei weitem nicht aus und macht auch meiner Meinung nach keinen Sinn. Es genügt schon sich ein paar Mal die Prozessliste anzuschauen um die 512 Zeilen zu überschreiten.
Ganz nebenbei habe ich den wirklichen Rollbalken auch komplett deaktiviert, da ich lediglich die o.g. Tastenkombination nutze.
Unnützes deaktivieren
Ebenso wie den Rollbalken habe ich auch das Menü deaktiviert.
Das Menü wird – wenigstens von mir – nur sehr sehr selten genutzt. Daher macht es keinen Sinn es eingeblendet zu lassen. Vor allem da man es ausblenden kann
Hat man das Menü ausgeblendet, so kann es mit Hilfe der rechten Maustaste (auf das Terminal) wieder eingeblendet werden.
Farbschema
Wenn man den ganzen Tag mit der Konsole arbeitet möchte man keine Transparenz haben. Also wenigstens für mein Empfinden macht das wahnsinnig. Daher nutze ich ein ganz konservatives Schwarz auf Gelb.
Gehhilfen
s
“s” ist der definitv am meisten genutzte “Shortcut”. Dabei liegt dahinter eine Funktion die ssh mit diversen Parametern aufruft. Das ganze in die .bashrc gepackt und man kann sich einige Tipparbeit sparen. In meinem Beispiel sieht das so aus. Alle Server an unserem größten Standort beginnen mit den gleichen Anfangsbuchstaben – sagen wir xyz. Generell ist die Konvention für Servernamen xyz-lxs01 (lxs -> Linux Server, 01 -> fortlaufende Nummer).
Nun habe ich “s” so angepasst, dass wenn ich nur lxs01 eingebe, er den xyz von selbst hinzufügt. Gebe ich allerdings einen Servernamen für einen anderen Standort an dann nimmt er diesen (xxx-lxs01). Des Weiteren werden Parameter mit übergeben, wobei die Funktion offen ist für weitere Parameter.
function s {
if [[ "$*" =~ ^lxs ]]; then
ssh -AYC -o TCPKeepAlive=yes root@xyz-$*
else
ssh -AYC -o TCPKeepAlive=yes root@$*
fi
}
Obwohl der User mit root@ angegeben ist, kann man mit dem Parameter -l einen anderen Loginnamen übergeben.
Ein normaler Aufruf reduziert sich bei mir also auf “s lxs01″.
sshknownhosts
Sascha hat in seinem Artikel die Funktion sshknownhosts bereits erklärt. Auch diese gehört zu meinem Repertoire.
<STRG>+<R>
Ein Bash Shortcut den ich lange nicht gekannt habe ist <STRG>+<R>. Damit kann man in den letzten Befehlen (history) direkt suchen. Man gibt einen Teil eines Befehls ein und bekommt sofort ein Ergebnis (soweit vorhanden) präsentiert. Mehrere Treffer kann mit nochmaliger Anwendung der Shortcuts durchlaufen.
<ESC>+<.>
Auch ein lange nicht bekannter Shortcut (thx Sascha) ist <ESC>+<.>. Dieser zeigt den/die zuletzt verwendeten Parameter (den letzten Parameter). Hat man beispielsweise gerade eine Datei per cat ausgegeben und möchte sie nun per vi öffnen, so kann man das ganze verkürzen indem man “vi <ESC>+<.>” anwendet. Auch dieser Befehl durchläuft die Liste der letzten Parameter wenn man den Shortcut häufiger anwendet.
HDYUYD Teil III: Lila Täubchen gut integriert – Pidgin
10. Feb
Instant Messenger gibt es mittlerweile sehr viele. Ich habe mich vor einiger Zeit schon für Pidgin entschieden.
Einige Gründe sprechen für Pidgin in meiner Umgebung (z.B. Gnome).
Pidgin (ehemals Gaim) unterstützt nahezu alle bekannten Chat-Protokolle und kann sich gleichzeitig bei verschiedenen Netzwerken anmelden. Die Funktionsvielfalt ist groß. Pidgin kann über diverse Plugins erweitert werden und sich dadurch prima in die Desktopumgebung einfügen. Da Pidgin sehr bekannt ist, können auch andere Programme an Pidgin andocken. Beispielsweise Gnome-Do aus dem letzten Artikel.
Integration in den Desktop
Pidgin integriert sich sehr gut in den Gnome Desktop. Wie es mit anderen (KDE,…) aussieht kann ich leider nicht sagen. Natürlich gibt es im Systemabschnitt des Panels oder Docks das Statusicon. Natürlich blinkt das wie wild wenn offene Nachrichten vorhanden sind. Das sind jedoch die Standardfunktionen die ein solcher Client unter einem aktuellen Desktop bringen muss.
Anders sieht es aus wenn es beispielsweise um die “Senden an …” Funktion geht.
Diese Funktion ermöglicht es, Dateien direkt aus Nautilus oder vom Desktop aus an einen Chatpartner zu schicken (soweit vom Protokoll unterstützt). Diese Möglichkeit wird nicht von allen Clients angeboten, ist jedoch sehr nützlich
Beim Dateitransfer über IM wird direkt zwischen den Clients eine Verbindung aufgebaut und die Datei somit direkt von PC zu PC übertragen. Im Unternehmensnetz macht dies absolut Sinn – einiges was vorher als Email verschickt wurde wird nun über IM verschickt. Dadurch werden die Mailserver entlastet und vor allen Dingen wird kein teurer Speicherplatz dafür verschwendet (seien wir mal ehrlich – die meisten Emailanhänge sind es nicht Wert gesichert zu werden).
Auch Gnome-Do interagiert mit Pidgin. Wie bereits im letzten Artikel beschrieben – naja per Screenshot – kann man über Gnome-Do seinen Chatpartner auswählen und direkt eine neue Konversation starten. Es ist ebenfalls möglich über Do seinen Status zu setzen; allerdings habe ich das noch nie genutzt.
Es gibt einige weitere Beispiele für die Integration wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Indicator Applet (Ubuntu) oder einem Plugin für den Avant Window Navigator.
Wichtiger Punkt – für mich
Ein wichtiges Feature für mich ist, dass Pidgin HTML anzeigen kann. Wir nutzen das ganze für Nagios Benachrichtigungen. Das ganze habe ich auch schon einmal beschrieben (Ein bisschen grün, ein bisschen gelb und möglichst wenig rot – Nagios per Jabber live und in Farbe [fixed]).
Ohne HTML würde man den Nagios Meldungen nicht direkt ansehen welchen Status sie vermitteln. Bei meinem letzten Test konnte z.B. Empathy (der Gnome IM) mit den HTML Nachrichten nichts anfangen.
Plugins
Obwohl Pidgin sehr viele Plugins bereits von Hause aus mitbringt, habe ich nur wenige in Benutzung.
- libnotify Popups (zeige neue Nachrichten per Bubble (Ubuntu) / OSD an)
- Off-the-Record Messaging (extra Verschlüsselung zwischen Clients durch vorherigen Schlüsselaustausch)
Naja, wie gesagt nutze ich derzeit nicht so wahnsinnig viele Plugins
HDYUYD Teil II: Gnome-Do – schöner und schneller ohne Menü
07. Feb
In Teil II: Gnome-Do – schöner und schneller ohne Menü
Ich benutze schon seit einiger Zeit gnome-do und eigentlich kein “normales” Menü mehr. Gnome-Do ist ein Anwendungsstarter, der jedoch einiges mehr kann. Aufgerufen wird das Programm über <SUPER>+<SPACE>. Es ist über Plugins erweiterbar und kann so zum universellen Helferlein werden.
So sieht das ganze in Aktion aus:
Was mache ich damit?
- Firefox starten
- Terminal starten
- naja, im Prinzip jedes Programm starten
- das System herunterfahren
- mir eine Erinnerung hinterlegen (Reminder Plugin)
- Ordner öffnen (Desktop Ordner, Ordner im Home; Files and Folders Plugin)
- Pidgin Chat starten (über Auswahl des Chatpartners; Pidgin Plugin)
Mit Gnome-Do kann man meiner Meinung nach sehr schnell und einfach täglich arbeiten. Es nimmt einige Klicks ab und hat viele wirklich sinnvolle Plugins. Das normale Menü benutze ich eigentlich nicht mehr, da mir per Do alle Menüeinträge viel schneller zur Verfügung stehen und es ganz ohne klick “gehorcht”
Wichtigkeit / Häufigkeit der anwendung
Gnome-Do ist für mich bei der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Ich rufe es – geschätzt – >80x am Tag auf. Von daher ist es für mich sehr wichtig. Es gibt Alternativen wie beispielsweise Synapse – ob eine der Alternativen besser ist als Do kann ich nicht sagen.
Gnome-Do ist nicht per Default installiert, befindet sich jedoch in den Repos für Ubuntu / Debian und viele andere.
HDYUYD Teil I: Mein Desktop
03. Feb
Ein Linux Desktop zeigt sich bei manchen wie ein Chameleon. Er ist extrem wandelbar und sieht sehr oft anders aus. So auch bei mir. Nur selten hält ein Wallpaper länger als eine Decade. Auch das GTK-Theme ist bei mir nicht in Stein gemeißelt und gibt über das Jahr Farben von Schwarz bis Grün wieder. Allerdings ist die Arbeitsweise, die man sich mit den Jahren angeeignet hat, meist recht stabil. Und darüber möchte ich Euch ab heute berichten.
Man sieht auf sehr vielen Seiten im Internet Screenshots von irgendwelchen Leuten. Jeder pimpt seinen Desktop wo und wie es nur geht. Das ist interessant – auch für mich, da ich mich auch an diesen Ideen bediene. Jedoch sieht man nie, wie im Hintergrund gearbeitet wird. Welche Shortcuts benutzt wer, welche Tools benutzt man heute und schnell und effektiv arbeiten zu können. Ich denke da gibt es sehr viel was man weitergeben kann. Ich möchte heute damit anfangen und meine Tools und Shortcuts zeigen.
Achso: HDYUYD?
How do you use your Desktop
Mein Desktop also
Als kleinen Einstieg möchte ich hier meinen Desktop zeigen – wenigstens so wie er zur Zeit aussieht
Wohl gemerkt mein Arbeitsplatz-Desktop.
Schlicht gehalten – zur Zeit in einem unauffälligen grau/schwarz/grün.













