Kleine und große Linux AHAs
Ubuntu Desktop
Ubuntu Desktop Zeugs
Owned: Meine Gnome3 “Ausflüge”
02. Mai
Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.
Naja, so oder so ähnlich. So wie auch viele meiner Kollegen bin ich jemand, der – gerade was meinen Desktop angeht – sehr gerne immer das neueste an Software hat. Gnome3 sollte da keine Ausnahme sein. Aber wie? Wie siehts denn aus mit Ubuntu? Oder muss ich was anderes nehmen?
Für maverick hatte ich schon öfter mal nach einen funktionierenden, aktuellen PPA gesucht und nichts richtiges gefunden. Was dann? LMDE (Linux Mint Debian Edition) habe ich mittlerweile zu Hause installiert, da mir Ubuntu mit Unity nicht so recht passt (strategisch möchte ich das nicht unterstützen). Aber auch dafür gibt es noch kein Gnome3
Naja, machen wir es rund. Was hab ich getan?
zu Hause
Zu Hause hab ich Fedora 15 (beta) installiert. Da ich über einige Jahre mit RedHat gearbeitet habe, konnte ich mich da recht schnell zurecht finden. Und ich muss sagen es funktioniert prima. Auch die Sache mit meinem ISCSI Laufwerk auf der NAS-Box (s. hier) habe ich ohne Probleme ans Laufen gebracht. Gnome3 funktioniert und bisher gab es keine Abstürze.
Ich muss auch einigen anderen Bloggern oder Berichten Recht geben, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt und es dann auch mag. Persönlich finde ich die Oberfläche sehr modern und von der Bedienung her fortschrittlich. Einziges Manko sehe ich darin – wie auch viele andere – dass es zu wenig Tools gibt um den Desktop anzupassen. Selbst einen Menüeintrag kann man nur über Umwege realisieren.
Das Aussehen der Shell kann man anpassen – mit Hilfe des Tools Gnome-Tweak. Aber auch das ist noch ausbaufähig
Arbeitsplatz
Nachdem Natty dann letzte Woche das Licht der Welt erblickte wurde es Zeit auch in der Firma den Rechner in die neue Welt zu hieven. Also erst ein Update auf Natty und mit Natty sollte es ja – laut diversen Beschreibungen – möglich sein Gnome3 zu installieren. Nach dem Update auf Natty waren schon mal die Desktop Effekte nicht mehr nutzbar. Also Treiber deinstalliert und neu installiert, reboot und gut – ging wieder. Dann Gnome3? Ja.
Gedacht, getippt und es erschien ein Gnome3 Desktop. Sah soweit ganz gut aus, aber … Naja, das Theme passte alles nicht mehr. Diverse Menüeinträge funktionierten einfach nicht (Systemeinstellungen).
Naja, ging ja noch.
Dann hab ich Empathy eingerichtet. Wollte doch unbedingt die neue Benachrichtigungsleiste mit der man auch direkt auf Chats antworten kann ausprobieren. Sah soweit gut aus. Bis zur 5 Nachricht – mit der sich dann der komplett Desktop verabschiedete. Das passierte dann auch nach einen Neustart noch öfter.
Ok, das war am Freitag Nachmittag. Also erst mal übers Wochenende so stehen lassen.
Nach dem Wochenende gabs dann Updates aus dem Gnome3 PPA. Also voller Hoffnung installiert. Danach war dann alles futsch. Der GDM funktionierte gar nicht mehr. Das System fror ein bevor der Anmeldebildschirm erschien. Das wars dann.
Also Ubuntu 10.10 Stick genommen und das ganze neu installiert. Home zurückgesichert und mein guter Gnome 2 Desktop ist wieder da. Alles gut.
Fazit
Gnome3 gefällt – wenn auch noch einiges an Arbeit ist. Den Ubuntu Test kann ich nicht wirklich empfehlen – mit Fedora sieht das um einiges besser aus.
Generell fehlt dem neuen Desktop noch einiges an Tools, die den persönlichen Desktop konfigurieren lassen. Auch Dinge die eigentlich logisch erscheinen sind meiner Meinung nach erst Ansatzweise umgesetzt. So sucht die Suche in Gnome3 (das Suchfeld rechts oben) nur in den zuletzt geöffneten Dateien, bzw. in den Anwendungen. Warum bringt man dort nicht direkt die Funktionalität rein die Gnome-Do, Kupfer oder Synapse auf den Desktop bringen? Des Weiteren gibt es zu Zeit kein Tool um das Menü zu editieren, bzw. eigene Menüeinträge anzulegen (das geht manuell über .desktop Einträge in .local/share/apps/).
Ich hoffe Ubuntu wird auch eine Version mit vernünftig integriertem Gnome3 anbieten. Ansonsten muss ich mir eine Alternative suchen. Bis dahin wird auf meinem Heimrechner Fedora mit Gnome3 laufen und das Arbeitsgerät mit Ubuntu 10.10 mit Gnome2.
Daten auf NAS – aber bitte sicherererer
12. Apr
Vor genau einem Jahr habe ich einen Artikel geschrieben der sich mit einem NAS für zu Hause mit iSCSI beschäftigte (s. Teil I, Teil II, Teil III). Mittlerweile habe ich mir ein neues NAS gekauft – ein Synology DS411slim (Link). Was hat mich nun zu diesem NAS System gebracht? Kurz gesagt: Denny
Nee, im Ernst. Die Unterschiede zwischen den Systemen (und ich spreche nur von den Home NAS Systemen) ist sehr identisch. Man bekommt sehr billige die – laut Beschreibung – sämtliche Protokolle unterstützen und auch schnell sein sollen. Man bekommt teure die das gleiche versprechen.
Natürlich gibt es Unterschiede. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Lautstärke. Hat das System Lüfter? Welche größe haben sie? Laufen sie immer? Auch die Plattendimension macht einen Unterschied bei der Lautstärke – 3,5″ oder 2,5″? Für uns hier interessant: Mit welchem OS wird das System betrieben? Linux? Bei komplett fertigen Systemen ist auch die Frage welche Festplatten eingebaut sind oder ob 2x die gleiche oder verschiedene eingebaut sind. Das kenne ich aus dem Enterprise Umfeld, wo man zusieht dass in einem Plattensystem nicht eine komplette Serie verbaut ist – hat die einen Fehler, so hat mein ganzes System ein Problem. Das zu Hause zu bedenken mag dem ein oder anderen übertrieben erscheinen, allerdings ist das recht kostenneutral 2 oder mehrere Platten von verschiedenen Serien oder Herstellern zu nehmen – also warum nicht?
Das aber nur als kleines Vorwort
Darum Synology für mich
Ich habe mich für Synology entschieden, weil
- OS ist Linux
- Shellzugriff (bisher nicht benötigt aber möglich)
- erweiterbar über Pakete
- intuitive Benutzeroberfläche
- sehr nützliche Softwarefeatures
- das Gerät wurde als extrem leise getestet (stimmt auch)
- extrem klein, da nur 2,5″ Festplatten eingebaut werden können
- Raid im nachhinein erweiterbar
- geringer Stromverbrauch, gerade auch wegen den 2,5″ Platten
Nun kann man sagen das ganze sind keine Alleinstellungsmerkmale und diese Features haben viele NAS Systeme verschiedener Hersteller. Richtig. Aber:
- Von Synology gibt es gibt Apps für Android und iPhone, mit denen man bequem auf die Bilder, Musik und auch die Dateien auf der Box von überall zugreifen kann
Das war für mich das ausschlaggebende Argument.
Sicherheit der Daten
Das eigentliche Thema dieses Beitrags ist die Datensicherheit auf einer solchen Box. Ich habe einiges an Dokumenten die eine gewisse Sicherheit benötigen. Kann ich diese dann einfach per NFS oder Samba auf eine NAS Box legen? Meiner Meinung nach nicht.
Was passiert wenn die Box gehackt wird? Was wenn sie gestohlen wird? Der Hersteller muss nur einen Softwarefehler in der Firmware haben und die Daten stehen jedem offen. Alles natürlich nur dann, wenn die Box per DynDNS von Außen erreichbar ist (Apps!).
Nun bietet Synology an, die Daten eines “Gemeinsamen Ordners” per integriertem AES Chip zu verschlüsseln. Gut. Aber wie funktioniert das? Naja, so wie es eben nur möglich ist. Das Volume ist verschlüsselt. Um darauf zuzugreifen muss man entweder vorher per Benutzeroberfläche das Volume entsperren oder man lässt es beim booten entsperren. Hmmm… Also der Sinn das ganze beim Booten automatisch machen zu lassen erschließt sich mir auf Anhieb nicht und vor jedem Zugriff das Volume über die Benutzeroberfläche zu entsperren, bzw. danach wieder zu sperren, ist nicht wirklich benutzerfreundlich. Eine andere Möglichkeit gibt es jedoch so direkt nicht.
Container?
Am Anfang dachte ich, man könnte das ganze mit einem Container machen. Beispielsweise mit TrueCrypt. In Nautilus auf den Container klicken, Passwort eingeben und glücklich sein. Nada. TrueCrypt kann nicht mit Samba Laufwerken umgehen
(wenigstens nicht so über Nautilus).
Also das Verzeichnis direkt beim Booten mounten? Auch unschön. Der NetworkManager ist bei mir für die Netze verantwortlich. Also ist ein mounten von Laufwerken über die fstab nicht so einfach möglich.
iSCSI!!
Tja, nach einigem überlegen bin ich dann auf meinen eigenen Artikel gekommen
. Warum nicht iSCSI? Die Box macht das und ich könnte – mit Linux Standardmitteln – die Daten verschlüsseln. Gedacht, getan. Ein iSCSI Target auf der Box angelegt. Und wie schon in meinem anderen Artikel das LUKS Device angelegt, formatiert und gut.
Sobald der NetworkManager ein Device konfiguriert hat, erscheint in Nautlilus ein neues Gerät. Anklicken, Passwort eingeben (oder beim ersten Mal speichern) und schon bin ich auf der Box in einem verschlüsselten Volume.
Problem
Es gibt an sich nur ein Problem mit der Lösung. Es kann immer nur einer darauf zugreifen (zur selben Zeit). Das ist für mich kein Problem, da es sich nur um die Sicherheitsbedürtigen Daten handelt. Alle anderen Dateien sind von mehreren Rechnern gleichzeitig zugreifbar.
HDYUYD Teil V: Internet, Office & Editor
23. Mrz
Heute zeige ich nichts so wahnsinnig neues oder verwunderliches. Aber um das ganze möglichst vollständig zu halten muss eben auch so etwas in diese Serie.
Mit welchen Tools wird gesurft, womit die “normalen” Office Arbeiten erledigt? Ich denke da bin ich absolut standardmäßig unterwegs. Wobei das genere
ll so eine Sache ist, da nicht jeder auf der Arbeit mit Linux arbeiten darf(!).
Internet Browser
Browser Nummer 1 ist Firefox. Von ihm komme ich nicht so recht ab, da er die – hier beschriebene – Erweiterung AutoAuth als einziger anbietet, die innerhalb eines Corporate Network definitiv interessant ist. Ansonsten habe ich ProxySwitch (zwischen mehreren Proxies, bzw. keinem per Klick umschalten) und AdBlock Plus (sollte wohl jeder kennen) installiert. Also recht langweilig.
Naja, durch mein mittlerweile recht bekanntes Email-MIgrationsprojekt habe ich mittlerweile doch so einige zu Thunderbird bringen können. Natürlich arbeite ich auch selbst damit. Für die Migration ist Thunderbird als Fatclient eine der Hauptbestandteile.
Thunderbird kann sich recht gut in einen Gnome Desktop einbinden. Damit meine optisch als auch funktional. Beispielsweise funktioniert “senden an …” aus dem Kontextmenü wenn man Thunderbird bei den bevorzugten Programmen als Emailprogramm hinterlegt.
Mit dieser Einstellung kann man einfach eine Datei nehmen und per rechte Maustaste “senden an…” mit Thunderbird versenden. Aber Achtung! Das ganze funktioniert nicht mit Dateien von Netzwerklaufwerken (bspw. SFTP über Nautilus). Auch drag&drop funktioniert nicht aus solchen Laufwerken.
Addons
- Close Tab on ESC – Damit kann man ein TAB mit ESC schließen
- Lightning – Als Kalender / Aufgaben Addon (Migrationsprojekt)
- Provider für Google Kalender – Den privaten Google Kalender auch anzeigen
- XNote – Damit kann man nette Notizen an eine Mail “ankleben”
Office
Tja, als Officepaket kommt mittlerweile LibreOffice zum zug. Ich denke da braucht man auch nicht viel zu zu sagen. Da ich nicht viel mit Office Dokumenten mache komme ich gut damit klar. Anders mag es aussehen wenn man sehr viel damit macht oder machen muss, dann wird die Frage der kompatibilität zu MS Office eine große Rolle spielen. Bei mir nicht so
Editor
Zum editieren gibt es für mich zur Zeit zwei Programme. Zuerst einmal natürlich vi / vim. Der ist standard für Admintätigkeiten auf entfernten Maschinen oder auch auf meiner lokalen Workstation.
Danach kommt seit kürzerem Scribes.
Scribes wurde vor einiger Zeit auch auf dem Planeten beschrieben. Er ist wahnsinnig hilfreich bei sehr vielen Scriptsprachen. Normalerweise bin ich kein Freund von Tools die einem alles vorgeben und alles besser wissen, aber Scribes tut das wirklich intelligent. Einfach mal ausprobieren.
HDYUYD Teil III: Lila Täubchen gut integriert – Pidgin
10. Feb
Instant Messenger gibt es mittlerweile sehr viele. Ich habe mich vor einiger Zeit schon für Pidgin entschieden.
Einige Gründe sprechen für Pidgin in meiner Umgebung (z.B. Gnome).
Pidgin (ehemals Gaim) unterstützt nahezu alle bekannten Chat-Protokolle und kann sich gleichzeitig bei verschiedenen Netzwerken anmelden. Die Funktionsvielfalt ist groß. Pidgin kann über diverse Plugins erweitert werden und sich dadurch prima in die Desktopumgebung einfügen. Da Pidgin sehr bekannt ist, können auch andere Programme an Pidgin andocken. Beispielsweise Gnome-Do aus dem letzten Artikel.
Integration in den Desktop
Pidgin integriert sich sehr gut in den Gnome Desktop. Wie es mit anderen (KDE,…) aussieht kann ich leider nicht sagen. Natürlich gibt es im Systemabschnitt des Panels oder Docks das Statusicon. Natürlich blinkt das wie wild wenn offene Nachrichten vorhanden sind. Das sind jedoch die Standardfunktionen die ein solcher Client unter einem aktuellen Desktop bringen muss.
Anders sieht es aus wenn es beispielsweise um die “Senden an …” Funktion geht.
Diese Funktion ermöglicht es, Dateien direkt aus Nautilus oder vom Desktop aus an einen Chatpartner zu schicken (soweit vom Protokoll unterstützt). Diese Möglichkeit wird nicht von allen Clients angeboten, ist jedoch sehr nützlich
Beim Dateitransfer über IM wird direkt zwischen den Clients eine Verbindung aufgebaut und die Datei somit direkt von PC zu PC übertragen. Im Unternehmensnetz macht dies absolut Sinn – einiges was vorher als Email verschickt wurde wird nun über IM verschickt. Dadurch werden die Mailserver entlastet und vor allen Dingen wird kein teurer Speicherplatz dafür verschwendet (seien wir mal ehrlich – die meisten Emailanhänge sind es nicht Wert gesichert zu werden).
Auch Gnome-Do interagiert mit Pidgin. Wie bereits im letzten Artikel beschrieben – naja per Screenshot – kann man über Gnome-Do seinen Chatpartner auswählen und direkt eine neue Konversation starten. Es ist ebenfalls möglich über Do seinen Status zu setzen; allerdings habe ich das noch nie genutzt.
Es gibt einige weitere Beispiele für die Integration wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Indicator Applet (Ubuntu) oder einem Plugin für den Avant Window Navigator.
Wichtiger Punkt – für mich
Ein wichtiges Feature für mich ist, dass Pidgin HTML anzeigen kann. Wir nutzen das ganze für Nagios Benachrichtigungen. Das ganze habe ich auch schon einmal beschrieben (Ein bisschen grün, ein bisschen gelb und möglichst wenig rot – Nagios per Jabber live und in Farbe [fixed]).
Ohne HTML würde man den Nagios Meldungen nicht direkt ansehen welchen Status sie vermitteln. Bei meinem letzten Test konnte z.B. Empathy (der Gnome IM) mit den HTML Nachrichten nichts anfangen.
Plugins
Obwohl Pidgin sehr viele Plugins bereits von Hause aus mitbringt, habe ich nur wenige in Benutzung.
- libnotify Popups (zeige neue Nachrichten per Bubble (Ubuntu) / OSD an)
- Off-the-Record Messaging (extra Verschlüsselung zwischen Clients durch vorherigen Schlüsselaustausch)
Naja, wie gesagt nutze ich derzeit nicht so wahnsinnig viele Plugins
HDYUYD Teil II: Gnome-Do – schöner und schneller ohne Menü
07. Feb
In Teil II: Gnome-Do – schöner und schneller ohne Menü
Ich benutze schon seit einiger Zeit gnome-do und eigentlich kein “normales” Menü mehr. Gnome-Do ist ein Anwendungsstarter, der jedoch einiges mehr kann. Aufgerufen wird das Programm über <SUPER>+<SPACE>. Es ist über Plugins erweiterbar und kann so zum universellen Helferlein werden.
So sieht das ganze in Aktion aus:
Was mache ich damit?
- Firefox starten
- Terminal starten
- naja, im Prinzip jedes Programm starten
- das System herunterfahren
- mir eine Erinnerung hinterlegen (Reminder Plugin)
- Ordner öffnen (Desktop Ordner, Ordner im Home; Files and Folders Plugin)
- Pidgin Chat starten (über Auswahl des Chatpartners; Pidgin Plugin)
Mit Gnome-Do kann man meiner Meinung nach sehr schnell und einfach täglich arbeiten. Es nimmt einige Klicks ab und hat viele wirklich sinnvolle Plugins. Das normale Menü benutze ich eigentlich nicht mehr, da mir per Do alle Menüeinträge viel schneller zur Verfügung stehen und es ganz ohne klick “gehorcht”
Wichtigkeit / Häufigkeit der anwendung
Gnome-Do ist für mich bei der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Ich rufe es – geschätzt – >80x am Tag auf. Von daher ist es für mich sehr wichtig. Es gibt Alternativen wie beispielsweise Synapse – ob eine der Alternativen besser ist als Do kann ich nicht sagen.
Gnome-Do ist nicht per Default installiert, befindet sich jedoch in den Repos für Ubuntu / Debian und viele andere.
HDYUYD Teil I: Mein Desktop
03. Feb
Ein Linux Desktop zeigt sich bei manchen wie ein Chameleon. Er ist extrem wandelbar und sieht sehr oft anders aus. So auch bei mir. Nur selten hält ein Wallpaper länger als eine Decade. Auch das GTK-Theme ist bei mir nicht in Stein gemeißelt und gibt über das Jahr Farben von Schwarz bis Grün wieder. Allerdings ist die Arbeitsweise, die man sich mit den Jahren angeeignet hat, meist recht stabil. Und darüber möchte ich Euch ab heute berichten.
Man sieht auf sehr vielen Seiten im Internet Screenshots von irgendwelchen Leuten. Jeder pimpt seinen Desktop wo und wie es nur geht. Das ist interessant – auch für mich, da ich mich auch an diesen Ideen bediene. Jedoch sieht man nie, wie im Hintergrund gearbeitet wird. Welche Shortcuts benutzt wer, welche Tools benutzt man heute und schnell und effektiv arbeiten zu können. Ich denke da gibt es sehr viel was man weitergeben kann. Ich möchte heute damit anfangen und meine Tools und Shortcuts zeigen.
Achso: HDYUYD?
How do you use your Desktop
Mein Desktop also
Als kleinen Einstieg möchte ich hier meinen Desktop zeigen – wenigstens so wie er zur Zeit aussieht
Wohl gemerkt mein Arbeitsplatz-Desktop.
Schlicht gehalten – zur Zeit in einem unauffälligen grau/schwarz/grün.
MailMig Teil11: Damit jeder einen Migrationshintergrund bekommt – so wirds gemacht
01. Feb
Tja, also in wie fern meine Artikelreihe verständlich ist kann ich leider nicht sagen. Ich habe versucht das ganze – recht komplexe – Projekt hier immer wieder ein wenig zu dokumentieren. Ihr könnt mich auch gerne kontaktieren, wenn Ihr vor einer gleichen Aufgabe steht.
Auf jeden Fall wird hier nun einer der finalen Schritte dokumentiert.
Viel probiert, nun passt das
Viel haben wir probiert, viel gescriptet – nun ist es soweit. In unserem – realen – Projekt ist mittlerweile die komplette IT-Abteilung umgezogen und “gewöhnt” sich an das neue System. Die überwiegend gestellten Fragen zielen dabei auf Dinge, die einfach nur anders funktionieren als vorher. Das nutzen wir dann um eine Wiki Seite mit Howto’s zu pflegen. Diese Wiki Seite ist per Autoconfig als Startseite für Thunderbird hinterlegt. Der Vorteil am Wiki ist dabei einmal mehr, dass jeder etwas zur Vollständigkeit beitragen kann. So wird die Dokumentationslast quasi verteilt
FAQs
Was sind die am meisten gestellten Fragen zur Zeit?
- Wo ändere ich meine SIgnatur? Durch die verwendung der Autoconfig, muss die Signatur in Group-Office geändert werden. Das ist nicht direkt ersichtlich, da nicht jeder von der Autoconfig weiß
- Einrichtung des Abwesenheitsassistenten: Dieser wird ebenfalls in Group-Office eingerichtet. Vorher – in Outlook – ging das über den Client.
Soweit sind das wirklich die häufigsten Fragen. Vielen gefällt Thunderbird um einiges besser als Outlook.
Migrationshintergrundbeschleunigung
Wie werden die Benutzer denn nun umgezogen / migriert??
MailMig Teil 7: Thunderbird ohne Status der Einladungen, oder doch?
22. Nov
Das war echt geil. Wir haben jetzt bestimmt eine ganze Woche nach dem Problem gesucht, warum bei Einladungen mit Thunderbird der Organisator den Status der Einladungen nicht sieht. Also ob “die eingeladenen” zu- oder abgesagt haben. Das ganze sollte dann aussehen wie
Leider wurde bei unseren Tests nie das Icon (hier grün) angezeigt. Ein leeres Nichts.
Da der Caldav Server in unserem Auftrag in Group-Office implementiert wird, sind wir die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es an dem Server liegt. Also mit Merijin (von Intermesh/Group-Office) Mails hin und her geschickt. Er kam zu dem Schluss, dass es ein Problem mit Thunderbird sein muss – bei Ihm wurden die Icons auch nicht angezeigt.
Richtung Lösung
Da ich mir das irgendwie nicht vorstellen konnte, hab ich heute einen Caldav Server (DaviCal) in einer virtuellen Maschine installiert und das ganze damit getestet. Auch nichts. Dann hab ich mir die .ics Dateien angesehen. In den Dateien waren die Einträge drin (accepted, declined, …). Auch die Dateien im Caldav Server von Group-Office waren Ok. Also doch TB?
Bevor man einen Bug meldet …
… sollte man immer erst in den vorhandenen Bugs suchen. Das hab ich gemacht. Und was hab ich gefunden? Diesen Bug: https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=604757 .
Die Lösung
Ubuntu blendet – anscheinend per Default – Menüicons aus. Das macht Menüs im normalen Leben übersichtlicher. ABER: Ist diese Option aktiviert, so werden auch diese Icons im Thunderbird nicht mehr angezeigt. Sprich: Ist diese Option aktiviert, so kann man den Status von Einladungen nicht mehr sehen.
Man muss sich also entscheiden – wer es braucht
.
Abhilfe schafft:
gconftool-2 --type Boolean --set /desktop/gnome/interface/menus_have_icons True
bzw.
gconftool-2 --type Boolean --set /desktop/gnome/interface/menus_have_icons False
um es wieder rückgängig zu machen.
Openoffice: Alles auf eine Seite drucken, oder: Einfache Funktion gut versteckt
04. Nov
Wieder mal etwas für Patienten wie mich. Eine einfache Tabelle in Calc. Sie ist groß, größer als eine DIN A4 Seite. Ich möchte sie drucken, einpassen auf eine Seite.
Ein Schelm der böses denkt, aber ich habe diese Funktion unter “Drucken” gesucht. Ich glaube da haben auch die Leute das versteckt, die von den Benutzern verlangen auf Start zu klicken um das OS herunterzufahren
Wäre nachvollziehbar.
Aber nein.
Ich musste suchen.
Und habs dann irgendwann gefunden.
Man nehme: Format -> Seite -> und den Reiter “Tabelle” -> ganz unten finden wir “Skalieren”
Zum Drucken müssen wir dann wieder alles schliessen und zum Druckdialog. Streiten kann man natürlich darüber, aber ich finde das nicht ganz so glücklich. Wenn ich eine Tabelle drucken möchte, das auf eine oder mehrere Seiten eingepasst, dann würde ich diese Funktion in der Nähe des Druckdialogs vermuten.
PS: Möchte man beispielsweise für seinen Vater eine Tabelle so einrichten, dass sie auf eine Seite passt, und bekommt diese per Email geschickt, dann muss man darauf achten, dass das Dokument nicht schreibgeschützt geöffnet ist. Ansonsten steht der Menüpunkt Format -> Seite nicht zur Verfügung
MailMig Teil 6: Hokus Pokus Fidibus – Thunderbird Konfiguration wie von Zauberhand
28. Okt
Wie im letzten Artikel angekündigt hier nun ein paar Tipps, wie man Thunderbird in größeren Umgebungen automatisch konfigurieren kann. In unserem Beispiel im Zusammenspiel mit Group-Office, allerdings ist das recht flexibel.
Die Lösung für ISPs
Was schon recht bekannt ist, ist die automatische Konfiguration der Server für ein Konto entsprechend der Domain. Das ganze ist beschrieben im MDC. Das ist jedoch nur eine Unterstützung, da dieses Verfahren lediglich – anhand der Domain aus der Email Adresse – die Server (Name, Ports, SSL…) für den Email Empfang bzw. Versandt bestimmt.
Die Lösung für den Mittelstand
Weniger bekannt ist die Möglichkeit, die komplette Konfiguration beim Start, beispielsweise per http, zur Verfügung zu stellen. Wir haben damit bisher folgendes realisiert:
- Mailkonto komplett konfiguriert, inkl. einheitlicher Signatur, speziellen Ordnern (…)
- LDAP Addressbuch fertig konfiguriert
- vorgegebene Startseite
- vorgegebene Schriftarten
- Proxy Konfiguration
- automatische Updates disabled
Man bedenke, dass all diese Einstellungen komplett automatisch geschehen ohne zutun des Anwenders oder Admins.















