Kleine und große Linux AHAs
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Monitoring: Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht
03. Jan
Ein neuer HP Server DL380 G7. Die aktuelle Baureihe – tolles Teil. Mit einem kleinen – wie ich finde total unnötigen Schönheitsfehler.
Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht?
Hört sich komisch an – ist aber so. Was wollten wir tun? Wir wollten auf diese Maschinen einen VMware Server installieren. Der neue VMware ESXi ist quasi eine freie Version des ESX Servers und wird direkt auf einem Server installiert, ohne dass ein Betriebssystem vorhanden sein muss (früher lief unter dem ESX ein RedHat, was heute darunter läuft weiß ich leider nicht).
Das ganze funktioniert auch mit der Hardware einwandfrei. Alles gut. Dann wollte ich die Maschine monitoren. Wie? Es gibt keine Agents für VMware. Also wollte ich das “Integrated Lights Out” (ILO) Board nutzen. Über diese Karte – mit separatem Netzwerkanschluss – kann man die Maschine remote administrieren (Konsole), bzw. auch direkt über die Hardware neu starten, Systeminfos einsehen (…). Unter anderem zeigt ILO auch das IML (Integrated Management Log) an. In diesem Log werden Systemmeldungen gespeichert wie z.B. Festplattenprobleme, ausgefallene Lüfter oder ähnliches.
Das ILO Interface kann über IPMI abgefragt werden (muss aktiviert werden). Damit lässt sich dann das Log auslesen, bzw. mit Hilfe des ipmievd das ganze auf Fehler beobachten. Der Befehl dazu lautet:
server01:~# ipmitool -I lanplus -U ilouser -H 10.10.200.98 -P <password> sel list 1 | 12/01/2011 | 15:10:13 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted 2 | 12/19/2011 | 07:16:21 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted
Das sah sehr gut aus. Nun sollte das mit einem Festplattenausfall getestet werden. Also eine Platte raus. Log abrufen …. nix. Keine Meldung. Hmmmm…. Bei den älteren Servern ging das.
Also alle Firmwarestände geprüft und am Ende mit HP in Kontakt getreten.
Extrawurst
Von HP haben wir dann erfahren, dass HP eine eigene Version (ich denke gepatcht mit Treibern/Modulen) des ESXi für ihre Hardware anbietet. Das ganze ist auch kostenfrei – nach Registrierung. Man benötigt diese Version, damit das ILO mitbekommt wenn eine Festplatte – oder möglicherweise auch andere Hardware – ausfällt, bzw. ein Problem hat. Verstehen muss ich das nicht, oder? Es muss auf dem System ein Agent/Modul/Treiber oder wie auch immer laufen, damit die eigene Hardware, in dem Fall eine Management Karte, den Status der Hardware mitbekommt.
Naja, wie dem auch sei. Nun funktioniert das ganze. Gut finde ich nicht, dass es eine solche Abhängigkeit gibt.
Jeder nur ein Kreuz – CPUs Prozessen zuteilen
02. Okt
Da sind sie nun – fast überall. Die SMP Systeme (Multicore Systeme). Und zu ihnen gesellen sich auch immer mehr Programme, die mehrere CPUs nutzen können … also Multithreaded sind. Und ein altbekanntes Problem.
Lang her
Wenn “damals” ein Prozess ein wenig “überschwenglich” war und durch ein Problem (z.B.) die ganze Leistung des Systems an sich gezogen hat, dann waren das so 100% und die Kiste war tot. Je nach dem.
nicht sooo lang her
Dann kamen die Multicore Systeme und unser Prozess konnte nicht mehr das ganze System lamlegen – Juhuuu. Man konnte sich also wenigstens noch anmelden und den Prozess killen.
Heute
Tja, heute sind wir wieder bei damals. Die Multicoresysteme werden von Multithreaded Prozessen an die Wand gefahren. Toll. Ein Prozess mit 400% CPU usage
Kann man da was tun?
Aber sicher doch. So viel man sich freut, dass das ein oder andere Programm nun mehrere Cores nutzt, so wenig brauchen viele der Programme das. Oder sagen wir mal so: Die meisten kommen auch mit 3 von 4 CPUs aus. Was mache ich also wenn ich einen Prozess habe, der so manches Mal die Kiste herunterzieht? Ich weise ihm einfach nur noch 3 der 4 CPUs zu und kann somit noch mit einer meine Anmeldung vollziehen.
Unser Freund zur Umsetzung dieses gewieften Planes heißt “taskset” (man taskset).
Grundsätzlich benötigt man lediglich 2 Informationen:
- Anzahl CPUs im System
- Anzahl CPUs die man zuweisen möchte
- ProzessID (PID) (bei einem vorhanden Prozess, ansonsten kann ein Prozess auch mit taskset gestartet werden)
CPUs
Die CPUs werden mit Hilfe einer Bitmask definiert.
CPU1 -> 0x00000001 CPU2 -> 0x00000002 CPU3 -> 0x00000004 CPU4 -> 0x00000008 ...
Möchte man eine CPU zuweisen (CPU MASK), so wird einfach die 2 für die CPU2 genommen.
xCPUs
Möchte man mehrere CPUs zuweisen, so werden diese einfach addiert (HEX!). Alle 4 CPUs wären somit “f”. CPU2 und CPU3 wäre “6″ und so weiter …
Nägel mit Köpfen
Um die CPU “Affinity” eines vorhandenen Prozesses zu setzen, nutzt man folgenden Befehl:
taskset -p <CPU MASK> <PID>
Bei Programmaufruf:
taskset <CPU MASK> <CMD>
Asterisk Projekt: Season 3 – malen nach Zahlen
28. Sep
Bisher habe ich beschrieben was gebraucht, bzw. eingesetzt wird. Wie sieht das ganze nun aus?? Lasset uns malen …
Was ich bisher noch nicht erwähnt hatte waren die VLANs. Das “normale” Netzwerk wird von dem VoIP Netz separiert. Das macht man um das VoIP Netz möglichst sauber zu halten von unnötigem Traffic.
Gateways in einer eigenen Welt
In diesem Szenario haben die Patton Geräte quasi eine eigene Welt für sich. Sie befinden sich natürlich in einem Netz mit den Telefonen und dem SIP Server, allerdings machen die Boxen beispielsweise das Analogrouting komplett alleine. Um einen analogen Anruf (Anruf, Fax, Modem) zu handeln wird der SIP Server nicht genutzt. Der Anruf geht von der Patton 4960 (an dem E1 Anschluss) direkt auf die 4118 und zum Endgerät. Dazu sind Routen auf den Geräten definiert. Der Vorteil ist dass nur wenige Geräte beteiligt sind und diese Geräte über die gleichen Fähigkeiten verfügen. Es gibt zwischen den Patton Geräten keine Probleme wenn es um das aushandeln von Parametern geht – was gerade bei Faxgeräten extrem wichtig ist.
Lediglich ein normaler Sprachanruf wird von der 4960 zum SIP Server durchgestellt und von diesem verarbeitet, bzw. an das Endgerät geroutet.
Telefon vermittelt zwischen VLANs
Ein Vorteil der VoIP Technik ist die Verkabelung. Man benötigt lediglich Netzwerk. Um das ganze auch wirklich sinnvoll zu machen haben die Telefone zwei Netzwerkports. Einen für die Versorgung mit dem Netzwerk an sich und einen für den Anschluß eines PCs. Man benötigt also für PC und Telefon nur einen Netzwerkanschluss. Da wir mit den Telefonen ein eigenes VLAN betreiben separiert das Telefon den PC in ein anderes VLAN. In unserem Beispiel arbeitet das Telefon in VLAN 3 und der PC in VLAN 20. Das Telefon wird also über einen Trunk Port an den Switch angeschlossen.
Neue Serie: Asterisk Projekt – erst einmal Vortasten
22. Sep
Zur Zeit ist es “Inn” auch innerhalb von Firmen auf VoIP umzustellen. Das ganze macht auch durchaus Sinn. Die Installationskosten lassen sich damit drücken – schon alleine von der Verkabelung her da lediglich Netzwerk benötigt wird. Ansonsten verlangen die klassichen Telefonanlagenanbieter auch recht hohe Wartungskosten. Oft für Anlagen, an die moderne Funktionen immer nur “angebaut” werden. Des Weiteren gibt trotz der Abhängigkeiten vom Hersteller (bspw. Systemtelefone) auch noch weitere Lizenzmodelle. Beispielsweise kostet jeder Post oder auch jeder SIP Account.
Das ganze kann man sich mit Hilfe der freien Anlagen sparen und ist noch dazu – ein wenig Erfahrung vorausgesetzt – um einiges flexibler. Als ich mit dem Projekt begonnen habe hatte ich quasi keine Ahnung von Asterisk und dem Aufbau einer solchen produktiven Anlage. Mittlerweile hab ich dann doch einiges an Know-How aufgebaut. Der Grund warum ich daraus auch wieder eine Reihe auf linux-aha machen möchte: Es gibt nur recht wenig Dokumentation für Business Anforderungen. Ich musste mir viel an Informationen zusammen suchen und genau das ist das, was hier nun hin soll.
Was sind die Anforderungen?
Welche Anforderungen gibt es an eine Telefonanlage innerhalb eines Unternehmens? Wir haben das “einfach” so gemacht, dass wir den Ist Stand als Minimum definiert haben und das Ziel mehr zu bieten. Die “normalen” Anforderungen sind von uns also quasi so definiert:
- Rufumleitung
- Rufweiterleitung
- Anrufergruppen
- Warteschleifen / Queues
- Mailboxen
- Auswertungsmöglichkeiten
- Anbindung an externe Systeme
- Mobilteile (DECT)
- Skalierbarkeit
- Verfügbarkeit
- Offenheit (keine Bindung an Hersteller, Schnittstellen)
- interaktive Menüs
- Ansagen, auch Zeitgesteuert
Nur Asterisk?
Am bekanntesten ist natürlich Asterisk – die OpenSource Anlage. Es gibt auch viele andere. Wir haben uns für Asterisk entschieden, da es dort die größte Community gibt und die Software einfach auch am längsten verfügbar ist. Wobei der Part mit der Community mich dann doch an der ein oder anderen Stelle ein wenig enttäuscht hat.
Eine potenziell mögliche Alternative ist freeswitch. Freeswitch ist wohl – und das hab ich nun nicht weiter geprüft – aus Asterisk entstanden aber hat mit einigen Altlasten aufgeräumt. Ich habe es nie getestet, da uns das ganze als noch zu früh beschrieben wurde.
Großer Kasten oder wie?
Telefonanlagen sind oft recht große Kästen. Ein Haufen Steckkarten, Netzteile und ….
Kann den eine VoIP Anlage das gleiche leisten? Naja, schon. Die eigentliche VoIP Anlage ist ja zuerst einmal ein Server. Der Server muss eine gewisse Leistung haben um x gleichzeitige Anrufe verwalten zu können. Der Server ist also zuerst einmal vergleichbar mit dieser großen Kiste. Nun hat der Server jedoch keine Anschlußmöglichkeiten für analoge Telefone, für Faxgeräte oder auch für den Zugang zum PSTN (zum öffentlichen Telefonnetz). Um diese Anschlußmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Man kann auf der einen Seite den Server genau so nutzen wie die große Kiste vom klassischen Anbieter. Man nimmt einen Server der einige Steckplätze hat und baut dort dann Karten ein, welche die gewünschten Ports zur Verfügung stellen. Bis zu einem gewissen Maß mag das funktionieren. Allerdings birgt das ganze einen recht großen Nachteil. Die Karten müssen vom Betriebssystem und auch von der VoIP Software unterstützt werden. Das mag am Anfang nicht das Problem sein. Was ist aber bei einem Update? Update des OS, bzw. der VoIP Software? Mit jedem Update stellt sich damit immer wieder nicht nur die Frage ob die Software noch läuft, sondern auch ob die Hardware noch läuft. Das ist nicht wirklich wünschenswert – wenn vermeidbar
Vermeiden lässt das ganze sich durch sogenannte Gateways. Gateways sind in dem Fall schwarze Boxen die beispielsweise einen Ethernet und 8 analoge Ports zur Verfügung stellen oder auch einfach die Schnittstelle zum PSTN darstellen. Sie wandeln beispielsweise das SIP Protokoll (bzw. RTP, T.38) in analoge Signale um das ganze kompatibel zu einem Faxgerät zu machen. Wir setzen dabei die Geräte der Firma Patton (www.patton.com) ein. Die Geräte sind ein wenig teurer, wurden uns jedoch als Qualitativ hochwertig und zuverlässig empfohlen. Damit hat man kein Problem mehr mit Updates und ist dazu noch nach oben hin skalierbar. Braucht man weitere Ports, so kommt eine weitere Box dazu und gut. Die Konfiguration ist recht einfach – darauf wird später nocheinmal eingegangen.
— Soweit Teil 1 —
Unleserliches debuggen, oder: Fehlersuche in verschlüsselten Protokollen
03. Mai
Immer mehr Datenverkehr wird verschlüsselt. Einerseits natürlich richtig und gut. Andererseits ein Problem. Früher konnte man mit Hilfe von Tools wie Wireshark (Ethereal) oder tcpdump relativ schnell Probleme (z.B.) in der Kommunikation zwischen Programm und Server herausfinden. Einfach den Netzwerkverkehr mitschneiden, ansehen / auswerten und es zeigten sich Fehler die man im Programm möglicherweise nicht zu Gesicht bekommen hat.
Mittlerweile sind die Pakete weitestgehend verschlüsselt und man kann nicht mehr einfach so “mit schreiben” – naja, man kann natürlich; aber lesen kann man es nicht. Also fällt ein mitschreiben – einfach mal so – flach.
Eine andere Möglichkeit die Kommunikation zwischen Programmen zu debuggen ist, sich einfach manuell zu verbinden und die Kommandos direkt einzugeben um zu prüfen ob der Server richtig reagiert. Dazu nahm man früher telnet … Auch telnet ist kein Kandidat mehr für verschlüsselte Protokolle.
Verbindung zu einem SSL geschützten Dienst
Eine Möglichkeit sich auf einen solchen Dienst zu verbinden bietet der Befehl
openssl s_client -connect <Zielrechner>:<Port>
Mit diesem Befehl kann man sich beispielsweise direkt auf einen per SSL geschützten IMAP Server (Port 993) verbinden und manuell Kommandos absetzen. Das ganze über eine SSL geschützte Verbindung – die nicht mitgeschnitten werden kann
Ganz wie früher mit telnet *freu*
Daten auf NAS – aber bitte sicherererer
12. Apr
Vor genau einem Jahr habe ich einen Artikel geschrieben der sich mit einem NAS für zu Hause mit iSCSI beschäftigte (s. Teil I, Teil II, Teil III). Mittlerweile habe ich mir ein neues NAS gekauft – ein Synology DS411slim (Link). Was hat mich nun zu diesem NAS System gebracht? Kurz gesagt: Denny
Nee, im Ernst. Die Unterschiede zwischen den Systemen (und ich spreche nur von den Home NAS Systemen) ist sehr identisch. Man bekommt sehr billige die – laut Beschreibung – sämtliche Protokolle unterstützen und auch schnell sein sollen. Man bekommt teure die das gleiche versprechen.
Natürlich gibt es Unterschiede. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Lautstärke. Hat das System Lüfter? Welche größe haben sie? Laufen sie immer? Auch die Plattendimension macht einen Unterschied bei der Lautstärke – 3,5″ oder 2,5″? Für uns hier interessant: Mit welchem OS wird das System betrieben? Linux? Bei komplett fertigen Systemen ist auch die Frage welche Festplatten eingebaut sind oder ob 2x die gleiche oder verschiedene eingebaut sind. Das kenne ich aus dem Enterprise Umfeld, wo man zusieht dass in einem Plattensystem nicht eine komplette Serie verbaut ist – hat die einen Fehler, so hat mein ganzes System ein Problem. Das zu Hause zu bedenken mag dem ein oder anderen übertrieben erscheinen, allerdings ist das recht kostenneutral 2 oder mehrere Platten von verschiedenen Serien oder Herstellern zu nehmen – also warum nicht?
Das aber nur als kleines Vorwort
Darum Synology für mich
Ich habe mich für Synology entschieden, weil
- OS ist Linux
- Shellzugriff (bisher nicht benötigt aber möglich)
- erweiterbar über Pakete
- intuitive Benutzeroberfläche
- sehr nützliche Softwarefeatures
- das Gerät wurde als extrem leise getestet (stimmt auch)
- extrem klein, da nur 2,5″ Festplatten eingebaut werden können
- Raid im nachhinein erweiterbar
- geringer Stromverbrauch, gerade auch wegen den 2,5″ Platten
Nun kann man sagen das ganze sind keine Alleinstellungsmerkmale und diese Features haben viele NAS Systeme verschiedener Hersteller. Richtig. Aber:
- Von Synology gibt es gibt Apps für Android und iPhone, mit denen man bequem auf die Bilder, Musik und auch die Dateien auf der Box von überall zugreifen kann
Das war für mich das ausschlaggebende Argument.
Sicherheit der Daten
Das eigentliche Thema dieses Beitrags ist die Datensicherheit auf einer solchen Box. Ich habe einiges an Dokumenten die eine gewisse Sicherheit benötigen. Kann ich diese dann einfach per NFS oder Samba auf eine NAS Box legen? Meiner Meinung nach nicht.
Was passiert wenn die Box gehackt wird? Was wenn sie gestohlen wird? Der Hersteller muss nur einen Softwarefehler in der Firmware haben und die Daten stehen jedem offen. Alles natürlich nur dann, wenn die Box per DynDNS von Außen erreichbar ist (Apps!).
Nun bietet Synology an, die Daten eines “Gemeinsamen Ordners” per integriertem AES Chip zu verschlüsseln. Gut. Aber wie funktioniert das? Naja, so wie es eben nur möglich ist. Das Volume ist verschlüsselt. Um darauf zuzugreifen muss man entweder vorher per Benutzeroberfläche das Volume entsperren oder man lässt es beim booten entsperren. Hmmm… Also der Sinn das ganze beim Booten automatisch machen zu lassen erschließt sich mir auf Anhieb nicht und vor jedem Zugriff das Volume über die Benutzeroberfläche zu entsperren, bzw. danach wieder zu sperren, ist nicht wirklich benutzerfreundlich. Eine andere Möglichkeit gibt es jedoch so direkt nicht.
Container?
Am Anfang dachte ich, man könnte das ganze mit einem Container machen. Beispielsweise mit TrueCrypt. In Nautilus auf den Container klicken, Passwort eingeben und glücklich sein. Nada. TrueCrypt kann nicht mit Samba Laufwerken umgehen
(wenigstens nicht so über Nautilus).
Also das Verzeichnis direkt beim Booten mounten? Auch unschön. Der NetworkManager ist bei mir für die Netze verantwortlich. Also ist ein mounten von Laufwerken über die fstab nicht so einfach möglich.
iSCSI!!
Tja, nach einigem überlegen bin ich dann auf meinen eigenen Artikel gekommen
. Warum nicht iSCSI? Die Box macht das und ich könnte – mit Linux Standardmitteln – die Daten verschlüsseln. Gedacht, getan. Ein iSCSI Target auf der Box angelegt. Und wie schon in meinem anderen Artikel das LUKS Device angelegt, formatiert und gut.
Sobald der NetworkManager ein Device konfiguriert hat, erscheint in Nautlilus ein neues Gerät. Anklicken, Passwort eingeben (oder beim ersten Mal speichern) und schon bin ich auf der Box in einem verschlüsselten Volume.
Problem
Es gibt an sich nur ein Problem mit der Lösung. Es kann immer nur einer darauf zugreifen (zur selben Zeit). Das ist für mich kein Problem, da es sich nur um die Sicherheitsbedürtigen Daten handelt. Alle anderen Dateien sind von mehreren Rechnern gleichzeitig zugreifbar.
Schizophrene Router überwachen
25. Mrz
Es geht um redundante Internetanbindungen. Bekommt man diese von seinem Provider installiert, so hat man zwei Router in seinem Rechenzentrum stehen. Beide Router haben eine IP Addresse und halten eine weitere, virtuelle Addresse dei das Gateway darstellt.
Unterschiedliche Bandbreiten
Nun ist es so, dass man nur selten zweimal mit der identischen Bandbreite angebunden wird. Beispielsweise – auch je nach Standort – kann es sein, dass man nur 10% der normalen Leistung auf dem Backupmedium hat. So ist es natürlich wichtig zu wissen wenn die Hauptleitung ausfällt um einerseits das Problem zu melden und auch andererseits vielleicht diverse Dienste abzuschalten. Nur wie kann man erkennen welcher Router gerade aktiv ist? SNMP Zugriff ist meist auf Providerrouter nicht möglich – warum auch immer.
Welcher ist aktiv?
Wir hatten dann zuerst geplant die MAC Addresse über ARP zu prüfen – wenn sie sich ändert wäre der Router umgeschaltet worden. Leider nimmt HSRP (Hot-Standby-Routing-Protocoll) die MAC Addresse mit. Also ging das auch nicht. Was dann ging ist das ganze per traceroute zu machen. Traceroute zeigt als einen Hop eine der festen IPs der Router. Auf diese Weise kann man also bestimmen welcher Router gerade aktiv ist.
Das Script dazu
#!/bin/bash
# Dieses Script prueft per traceroute welcher
# Router gerade aktiv ist.
#
# Da wir keinen Zugriff auf die Router haben
# (snmp oder anders) musste das so gemacht werden.
#
# Ronny Becker, 03.2011
# Gateway IPs
PRI_GW=""
SEC_GW=""
# HOPs to GW
GW_HOPCOUNT="2"
# Check Target(s)
TEST_TARGET="www.heise.de www.google.de"
# Do your job
for TARGET in $TEST_TARGET
do
# run trace
TRACE=$(traceroute -m $GW_HOPCOUNT $TARGET 2>&1)
if [ $? != 0 ]
then
continue
fi
# check if primary matches
if [[ $TRACE =~ $PRI_GW ]]
then
echo "Primary Gateway active"
exit 0
fi
# check if secondary matches
if [[ $TRACE =~ $SEC_GW ]]
then
echo "Seconday Gateway active"
exit 1
fi
done
echo "Unknown Gateway status"
exit 2
Das Script ist so gemacht, dass es von Nagios genutzt werden muss. Wer das ganze auf Mail umstellen möchte muss halt ein paar Änderungen vornehmen.
[Update] Und heute im Ü-Ei: Advanced Disclaimer für Postfix
10. Mrz
In meinem Artikel zum Advanced Disclaimer für Postfix mit Hilfe von altermime haben sich ein paar kleine Fehler eingeschlichen. Ich habe die Fehler nun korrigiert und den Artikel (den Script Teil) überarbeitet.
Fehler 1:
Die Empfängeraddresse wurde nicht richtig bestimmt
REC_DOMAIN=${2##*@}
muss heißen
REC_DOMAIN=${4##*@}
Fehler 2:
Durch diesen Fehler kann es passieren, dass Mails teilweise ganz abgeschnitten ankommen, bzw. auch teilweise “nur” der Anhang fehlt. Das ganze ist darauf zurückzuführen, dass sich in der Mail – wenigstens dann wenn sie von altermime bearbeitet wurde – eine Zeile mit lediglich einem Punkt befindet. Dies wird von Postfix bei der Rückgabe als “ende” interpretiert. Daher muss der sendmail Aufruf innerhalb des Scripts angepasst werden (3x).
Aus
$SENDMAIL "$@" <in.$$
wird also
$SENDMAIL -i "$@" <in.$$
HDYUYD Teil IV: How do you use your terminal
25. Feb
Administration von Linux Servern ohne Terminal ist für mich nicht wirklich vorstellbar. Natürlich gibt es irgendwelche Blackboxen die über ein Webinterface administriert werden und so perfekt gemacht sind, dass man die Konsole nicht wirklich braucht. Ich spreche hier aber von Linux Servern in Unternehmen – ich beschreibe ja auch was ich so zum Arbeiten nutze und wie. Da kommt man nicht um ein Terminal herum.
Nun hat auch für die Konsole jeder seine Mittel, Vorlieben und Wege um zu arbeiten.
Gnome-Terminal
Natürlich nutze ich das Gnome-Terminal
Für mich gibt es dabei ein paar wichtige Einstellungen damit ich mich wohlfühle.
Größe
Per Default ist das Terminal recht klein. Damit ich nicht immer wieder die Größe mit Hilfe der Maus ändern muss, ist für mich eine der ersten Einstellungen die Default Größe des Terminals. Das geschieht über Bearbeiten->Profile->Default->Benutzerdefinierte Größe …
Man kann natürlich auch das Terminal mit dem Parameter –geometry die Größe für den Aufruf anpassen. Allerdings funktioniert das dann nicht mit Gnome-Do
Rollbraten
Ähem, Rollbalken natürlich. Mit Rollbalken ist im Prinzip die Anzahl der Zeilen gemeint, die man per <shift>+<bild auf> oder mit der Maus nach oben scrollen kann. Die Standardeinstellung von 512 Zeilen reicht bei weitem nicht aus und macht auch meiner Meinung nach keinen Sinn. Es genügt schon sich ein paar Mal die Prozessliste anzuschauen um die 512 Zeilen zu überschreiten.
Ganz nebenbei habe ich den wirklichen Rollbalken auch komplett deaktiviert, da ich lediglich die o.g. Tastenkombination nutze.
Unnützes deaktivieren
Ebenso wie den Rollbalken habe ich auch das Menü deaktiviert.
Das Menü wird – wenigstens von mir – nur sehr sehr selten genutzt. Daher macht es keinen Sinn es eingeblendet zu lassen. Vor allem da man es ausblenden kann
Hat man das Menü ausgeblendet, so kann es mit Hilfe der rechten Maustaste (auf das Terminal) wieder eingeblendet werden.
Farbschema
Wenn man den ganzen Tag mit der Konsole arbeitet möchte man keine Transparenz haben. Also wenigstens für mein Empfinden macht das wahnsinnig. Daher nutze ich ein ganz konservatives Schwarz auf Gelb.
Gehhilfen
s
“s” ist der definitv am meisten genutzte “Shortcut”. Dabei liegt dahinter eine Funktion die ssh mit diversen Parametern aufruft. Das ganze in die .bashrc gepackt und man kann sich einige Tipparbeit sparen. In meinem Beispiel sieht das so aus. Alle Server an unserem größten Standort beginnen mit den gleichen Anfangsbuchstaben – sagen wir xyz. Generell ist die Konvention für Servernamen xyz-lxs01 (lxs -> Linux Server, 01 -> fortlaufende Nummer).
Nun habe ich “s” so angepasst, dass wenn ich nur lxs01 eingebe, er den xyz von selbst hinzufügt. Gebe ich allerdings einen Servernamen für einen anderen Standort an dann nimmt er diesen (xxx-lxs01). Des Weiteren werden Parameter mit übergeben, wobei die Funktion offen ist für weitere Parameter.
function s {
if [[ "$*" =~ ^lxs ]]; then
ssh -AYC -o TCPKeepAlive=yes root@xyz-$*
else
ssh -AYC -o TCPKeepAlive=yes root@$*
fi
}
Obwohl der User mit root@ angegeben ist, kann man mit dem Parameter -l einen anderen Loginnamen übergeben.
Ein normaler Aufruf reduziert sich bei mir also auf “s lxs01″.
sshknownhosts
Sascha hat in seinem Artikel die Funktion sshknownhosts bereits erklärt. Auch diese gehört zu meinem Repertoire.
<STRG>+<R>
Ein Bash Shortcut den ich lange nicht gekannt habe ist <STRG>+<R>. Damit kann man in den letzten Befehlen (history) direkt suchen. Man gibt einen Teil eines Befehls ein und bekommt sofort ein Ergebnis (soweit vorhanden) präsentiert. Mehrere Treffer kann mit nochmaliger Anwendung der Shortcuts durchlaufen.
<ESC>+<.>
Auch ein lange nicht bekannter Shortcut (thx Sascha) ist <ESC>+<.>. Dieser zeigt den/die zuletzt verwendeten Parameter (den letzten Parameter). Hat man beispielsweise gerade eine Datei per cat ausgegeben und möchte sie nun per vi öffnen, so kann man das ganze verkürzen indem man “vi <ESC>+<.>” anwendet. Auch dieser Befehl durchläuft die Liste der letzten Parameter wenn man den Shortcut häufiger anwendet.
Quickie: Hylafax & Diva PRI/E1-30 & DDILength
17. Jan
Man merke: Betreibt man einen Hylafax Server an einer Telefonanlage, so wird für das Faxrouting (Empfangsnummer) lediglich die Nebenstelle übertragen und die DDILength / DIDLength muss auf die Anzahl der Stellen für die Nebenstellen eingestellt werden – üblicherweise 3.
Betreibt man einen Faxserver an einem E1 Anschluss und verwendet gleiches Faxrouting, so muss man beachten dass die DDI/DIDLength nicht nur die Anzahl der Stellen der Nebenstellen beinhaltet, sondern die komplette Rufnummer.
Stichworte: Hylafax, CallIDAnswerLength, CIDNameAnswerLength, CIDNumberAnswerLength, Eicon, Divas, Faxnummer abgeschnitten









