Kleine und große Linux AHAs
Beiträge getaggt mit perl
MailMig Teil 6: Hokus Pokus Fidibus – Thunderbird Konfiguration wie von Zauberhand
28. Okt
Wie im letzten Artikel angekündigt hier nun ein paar Tipps, wie man Thunderbird in größeren Umgebungen automatisch konfigurieren kann. In unserem Beispiel im Zusammenspiel mit Group-Office, allerdings ist das recht flexibel.
Die Lösung für ISPs
Was schon recht bekannt ist, ist die automatische Konfiguration der Server für ein Konto entsprechend der Domain. Das ganze ist beschrieben im MDC. Das ist jedoch nur eine Unterstützung, da dieses Verfahren lediglich – anhand der Domain aus der Email Adresse – die Server (Name, Ports, SSL…) für den Email Empfang bzw. Versandt bestimmt.
Die Lösung für den Mittelstand
Weniger bekannt ist die Möglichkeit, die komplette Konfiguration beim Start, beispielsweise per http, zur Verfügung zu stellen. Wir haben damit bisher folgendes realisiert:
- Mailkonto komplett konfiguriert, inkl. einheitlicher Signatur, speziellen Ordnern (…)
- LDAP Addressbuch fertig konfiguriert
- vorgegebene Startseite
- vorgegebene Schriftarten
- Proxy Konfiguration
- automatische Updates disabled
Man bedenke, dass all diese Einstellungen komplett automatisch geschehen ohne zutun des Anwenders oder Admins.
Nagios Plugin: check_snmp_storage – kleines Hilfswerkzeug
19. Jul
In meinem Artikel “Nagios Plugin – check_snmp_storage” hatte ich einen von mir erweiterten Nagios Plugin vorgestellt der mit einem Aufruf mehrere Partitionen/Platten prüft, und dabei trotzdem für jede Prüfung verschiedene warn/crit Werte akzeptiert.
Wer damit arbeitet und zwischendurch einmal bei der ein oder anderen Partition die Grenzwerte angepasst hat wird wissen, dass es je nach Menge der Partitionen recht mühsam ist die richtigen Wertepaare zu finden. Bei mir gibt es beispielsweise öfter mal sowas:
check-snmp-storage-multi!nagios!80,80,80,80,80,80,80,80,80!90,90,90,90,90,90,90,90,90!/,/var,/custom,/opt,/opt/om,/svc,/sbase,/estore,/opt/trans
ITler sind faule Menschen. Also hab ich mir ein Script geschrieben. Dieses Script zeigt mir das alles in einer Tabelle und lässt mich ganz easy Änderungen durchführen. Bei der Erstellung des Scripts habe ich nicht wirklich darauf geachtet das ganze für viele nutzbar zu machen. Wer Interesse hat sollte sich das also vorher mal anschauen
Linux & Windows Links: schöner öffnen mit win_path
20. Apr
Wer einen Linux Desktop beruflich nutzt, bekommt je nach Umgebung diverse Aufgaben gestellt um sich in einem heterogenen Netzwerk zurecht zu finden. Dazu gehört zum Beispiel Lotus Notes ans Laufen zu bringen oder auch der gemeinsame Zugriff auf zentrale Laufwerke.
Fileserver werden (leider) recht selten unter Linux betrieben. Von daher muss man Möglichkeiten und Wege finden sich damit zu arrangieren. Im folgenden möchte ich ein Script vorstellen, welches einen Teil dieser Interoperabilität sehr einfach unterstützt.
Worum geht es ?
Man bekommt eine eMail. In dieser Mail wird auf ein zentral abgelegtes Dokument verwiesen. Wie ? Na ganz einfach per “I:\Ordner\Dokument.doc” – ein Link auf ein gemapptes Laufwerk. Unter Ubuntu darauf klicken und Firefox (das wird als Link verstanden) sagt “Ich weiß nicht wirklich was ich damit machen soll !”.
Lösung !
Ich habe ein Script geschrieben, welches dieses Szenario wie folgt löst:
- Link kopieren
- Script starten
- es öffnet sich Nautilus, bzw. die Anwendung
Das ganze hört sich erst einmal komplizierter an als es ist. Das Script starten kann man eleganter weise nämlich z.B. über gnome-do oder mit einem einfachen Shortcut unter Gnome erledigen. Dann macht das ganze auch Sinn und ist komfortabel.
Prerequisites:
- libnotify-bin
- xclip
- um gemappte Laufwerke (s. Beispiel oben) zu nutzen, müssen diese an einem zentralen Punkt beispielsweise per auto-mounter zur Verfügung stehen. Im Script ist das ganze bei mir unter /mnt/cifs/ gemappt. Diese einzelnen Laufwerke und deren Pfade müssen im Script angepasst werden.
#!/usr/bin/perl -w
#
# Script zum oeffnen von Windows "Links" unter Ubuntu
#
# - Umsetzung von Links wie I:\Ordner\dokument.doc
# - das Dokument wird direkt geoeffnet
# - Umsetzung von Links wie I:\Ordner
# - der Ordner wird in Nautilus geoeffnet
# - Umsetzung von Links wie \\Server\... wird ebenfalls unterstuetzt
#
# Prerequisites:
# - libnotify-bin
# - xclip
#
# Ronny Becker, 02.2009
# get clipboard data
$path=`xclip -o -selection c`;
chomp($path);
# show information
system("DISPLAY=:0.0 dbus-launch /usr/bin/notify-send -u low -t 3000 \"Win Path\" \"\nöffne\n\n\'$path\'\"");
if ( $path !~ /[a-zA-Z]/ ) { exit; }
# LW \\...
if ( $path =~ /^\\\\/ ) {
$path =~ s/^\\\\/smb:\/\//;
}
# for each drive a separate config
# LW Q (Dokumentation)
if ( $path =~ /^[qQ]:/ ) {
$path =~ s/^[qQ]:/\/mnt\/cifs\/Q/;
}
# mapped drive I
if ( $path =~ /^[iI]:/ ) {
$path =~ s/^[iI]:/\/mnt\/cifs\/I/;
}
# mapped drive W
if ( $path =~ /^[wW]:/ ) {
$path =~ s/^[wW]:/\/mnt\/cifs\/W/;
}
# mapped drive L
if ( $path =~ /^[lL]:/ ) {
$path =~ s/^[lL]:/\/mnt\/cifs\/L/;
}
# set \ to /
$path =~ s/\\/\//g;
# if the link target is a document use xdg-open, otherwise open with nautilus (folder)
if ( $path =~ /\.[a-z]{3}$/ ) {
system("xdg-open \"$path\"");
} else {
system("nautilus \"$path\"");
}
Download: win_path
Damit man sieht, dass das Script auch ausgeführt wird, wird der an das Script übergebene Link per “Bubble” angezeigt. Das Script kann natürlich auch auf der Konsole ausgeführt werden – z.B. zur Fehlersuche.
[Update]
Ein Update wegen eines xclip Problems gibt es hier.
Fragen über Fragen
02. Mrz
Linux Problem und beim googlen noch keine Lösung gefunden ?
Also wenn es nicht gerade um Anfängerfragen – sorry – geht, könnt ihr uns ja mal fragen. Mit welchen Themen wir uns so beschäftigen könnt ihr auf unserer Seite sehen und vielleicht kann man aus einer Frage auch einen Artikel machen, der für andere ebenfalls interessant ist.
Also einfach hier als Kommentar die Frage einstellen und damit vielleicht auch anderen helfen. Mal gespannt was da kommt …
Linux & Windows Links: schöner öffnen mit win_path [Update]
05. Feb
Heute morgen haben wir festgestellt, dass die xclip Version unter Ubuntu 9.10 (Karmic) kein UTF-8 unterstützt. Die Versionen ab 0.11 unterstützen UTF-8 – Karmic kommt mit v0.08.
Das ganze fällt auf, wenn man Links hat in denen Sonderzeichen enthalten sind (im Pfad oder dem Dateinamen). Ich habe kurzerhands die aktuelle xclip Version auf Karmic compiliert und stelle sie hier zur Verfügung. Um den Aufwand gering zu halten nicht als .deb, sondern einfach als Binary. Das legt ihr unter /usr/bin/ ab und gut (vorher das installierte löschen).
Nagios Plugin – check_snmp_storage (update)
20. Mai
Plugin Update
Der Plugin akzeptiert in der “ursprünglichen” Form für Fenster (im englischen Windows) Systeme nicht einfach die Angabe des Laufwerkbuchstabens. Das ganze habe ich nun ebenfalls angepasst. Man kann also nun mit dem gleichen Aufruf Linux und Fester Systeme abfragen.
ex. --> check_snmp_storage_dld.pl -H pw300eg -m C,D -C public -w 80,80 -c 90,90 -r
Download: check_snmp_storage
Nagios Plugin – check_snmp_storage
18. Mai
Schon lange benutze ich den Nagios Plugin check_snmp_storage von dieser Seite um per SNMP und Nagios den Plattenplatz auf Systemen zu prüfen. Dabei hat man leider nur zwei Wahlmöglichkeiten um Partitionen zu checken (im groben). Entweder man nimmt alle – oder man nimmt nur eine. Dadurch hat man im einen Fall entweder zu viel drin, oder auf der anderen Seite muss man mehrere Dienste in Nagios anlegen um alle Informationen zu bekommen die man haben möchte. Was mehr Dienste bedeutet und auch mehr Traffic.
Den Plugin habe ich ein wenig angepasst, so dass der Plugin mehrere Partitionen mit einem Aufruf prüfen kann und man auch – und das war eben wichtig – für jede Partition eigene Schwellenwerte angeben kann.
Vorher: ... -m / -w 80 -c 90 -r (-> prüfe / mit einem Warning Schwellwert von 80% und einem Critical Schwellwert von 90%)
Nachher: ... -m /,/var,/tmp -w 80,70,90 -c 90,85,95 -r (-> prüfe / (W80%, C90%),/var (W70%, C85%) und /tmp (W90%,C95%) )
Hier gibt es das von mir abgewandelte check_snmp_storage zum Download.
perl daemon mit input aus einer named pipe
07. Mai
Auch sowas wo ich lange nach gesucht habe. Möchte man, dass ein Perl Programm den Input einer named pipe verarbeitet, so wird man als erstes auf ein Problem stossen. Das Programm wird sich nach jeder Eingabe beenden. Mein erster Code sah zum Beispiel so aus:
#!/usr/bin/perl -w
open(THISPIPE, ") {
echo $_;
}
close THISPIPE;
So würde wohl jeder erste Versuch aussehen. Das Problem liegt darin, dass sobald Daten über die Pipe ausgetauscht werden, auch ein EOF mitgegeben wird. Dieses EOF wird von Perl als solches auch interpretiert und die Datei wird geschlossen.
Umgehen kann man das, indem man einen Trick anwendet und die Datei nicht nur zum lesen öffnet, sondern zum Lesen und Schreiben. Dadurch wird die Datei nicht nach einem EOF geschlossen und der Daemon lauscht weiterhin auf der Pipe. Das sieht dann so aus:
#!/usr/bin/perl -w
open(THISPIPE, "+) {
echo $_;
}
close THISPIPE;





