Kleine und große Linux AHAs
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Monitoring: Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht
03. Jan
Ein neuer HP Server DL380 G7. Die aktuelle Baureihe – tolles Teil. Mit einem kleinen – wie ich finde total unnötigen Schönheitsfehler.
Hardware, die Software braucht, um zu wissen, wie es der Hardware geht?
Hört sich komisch an – ist aber so. Was wollten wir tun? Wir wollten auf diese Maschinen einen VMware Server installieren. Der neue VMware ESXi ist quasi eine freie Version des ESX Servers und wird direkt auf einem Server installiert, ohne dass ein Betriebssystem vorhanden sein muss (früher lief unter dem ESX ein RedHat, was heute darunter läuft weiß ich leider nicht).
Das ganze funktioniert auch mit der Hardware einwandfrei. Alles gut. Dann wollte ich die Maschine monitoren. Wie? Es gibt keine Agents für VMware. Also wollte ich das “Integrated Lights Out” (ILO) Board nutzen. Über diese Karte – mit separatem Netzwerkanschluss – kann man die Maschine remote administrieren (Konsole), bzw. auch direkt über die Hardware neu starten, Systeminfos einsehen (…). Unter anderem zeigt ILO auch das IML (Integrated Management Log) an. In diesem Log werden Systemmeldungen gespeichert wie z.B. Festplattenprobleme, ausgefallene Lüfter oder ähnliches.
Das ILO Interface kann über IPMI abgefragt werden (muss aktiviert werden). Damit lässt sich dann das Log auslesen, bzw. mit Hilfe des ipmievd das ganze auf Fehler beobachten. Der Befehl dazu lautet:
server01:~# ipmitool -I lanplus -U ilouser -H 10.10.200.98 -P <password> sel list 1 | 12/01/2011 | 15:10:13 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted 2 | 12/19/2011 | 07:16:21 | Power Supply #0x04 | Failure detected | Asserted
Das sah sehr gut aus. Nun sollte das mit einem Festplattenausfall getestet werden. Also eine Platte raus. Log abrufen …. nix. Keine Meldung. Hmmmm…. Bei den älteren Servern ging das.
Also alle Firmwarestände geprüft und am Ende mit HP in Kontakt getreten.
Extrawurst
Von HP haben wir dann erfahren, dass HP eine eigene Version (ich denke gepatcht mit Treibern/Modulen) des ESXi für ihre Hardware anbietet. Das ganze ist auch kostenfrei – nach Registrierung. Man benötigt diese Version, damit das ILO mitbekommt wenn eine Festplatte – oder möglicherweise auch andere Hardware – ausfällt, bzw. ein Problem hat. Verstehen muss ich das nicht, oder? Es muss auf dem System ein Agent/Modul/Treiber oder wie auch immer laufen, damit die eigene Hardware, in dem Fall eine Management Karte, den Status der Hardware mitbekommt.
Naja, wie dem auch sei. Nun funktioniert das ganze. Gut finde ich nicht, dass es eine solche Abhängigkeit gibt.
Jeder nur ein Kreuz – CPUs Prozessen zuteilen
02. Okt
Da sind sie nun – fast überall. Die SMP Systeme (Multicore Systeme). Und zu ihnen gesellen sich auch immer mehr Programme, die mehrere CPUs nutzen können … also Multithreaded sind. Und ein altbekanntes Problem.
Lang her
Wenn “damals” ein Prozess ein wenig “überschwenglich” war und durch ein Problem (z.B.) die ganze Leistung des Systems an sich gezogen hat, dann waren das so 100% und die Kiste war tot. Je nach dem.
nicht sooo lang her
Dann kamen die Multicore Systeme und unser Prozess konnte nicht mehr das ganze System lamlegen – Juhuuu. Man konnte sich also wenigstens noch anmelden und den Prozess killen.
Heute
Tja, heute sind wir wieder bei damals. Die Multicoresysteme werden von Multithreaded Prozessen an die Wand gefahren. Toll. Ein Prozess mit 400% CPU usage
Kann man da was tun?
Aber sicher doch. So viel man sich freut, dass das ein oder andere Programm nun mehrere Cores nutzt, so wenig brauchen viele der Programme das. Oder sagen wir mal so: Die meisten kommen auch mit 3 von 4 CPUs aus. Was mache ich also wenn ich einen Prozess habe, der so manches Mal die Kiste herunterzieht? Ich weise ihm einfach nur noch 3 der 4 CPUs zu und kann somit noch mit einer meine Anmeldung vollziehen.
Unser Freund zur Umsetzung dieses gewieften Planes heißt “taskset” (man taskset).
Grundsätzlich benötigt man lediglich 2 Informationen:
- Anzahl CPUs im System
- Anzahl CPUs die man zuweisen möchte
- ProzessID (PID) (bei einem vorhanden Prozess, ansonsten kann ein Prozess auch mit taskset gestartet werden)
CPUs
Die CPUs werden mit Hilfe einer Bitmask definiert.
CPU1 -> 0x00000001 CPU2 -> 0x00000002 CPU3 -> 0x00000004 CPU4 -> 0x00000008 ...
Möchte man eine CPU zuweisen (CPU MASK), so wird einfach die 2 für die CPU2 genommen.
xCPUs
Möchte man mehrere CPUs zuweisen, so werden diese einfach addiert (HEX!). Alle 4 CPUs wären somit “f”. CPU2 und CPU3 wäre “6″ und so weiter …
Nägel mit Köpfen
Um die CPU “Affinity” eines vorhandenen Prozesses zu setzen, nutzt man folgenden Befehl:
taskset -p <CPU MASK> <PID>
Bei Programmaufruf:
taskset <CPU MASK> <CMD>
Neue Serie: Asterisk Projekt – erst einmal Vortasten
22. Sep
Zur Zeit ist es “Inn” auch innerhalb von Firmen auf VoIP umzustellen. Das ganze macht auch durchaus Sinn. Die Installationskosten lassen sich damit drücken – schon alleine von der Verkabelung her da lediglich Netzwerk benötigt wird. Ansonsten verlangen die klassichen Telefonanlagenanbieter auch recht hohe Wartungskosten. Oft für Anlagen, an die moderne Funktionen immer nur “angebaut” werden. Des Weiteren gibt trotz der Abhängigkeiten vom Hersteller (bspw. Systemtelefone) auch noch weitere Lizenzmodelle. Beispielsweise kostet jeder Post oder auch jeder SIP Account.
Das ganze kann man sich mit Hilfe der freien Anlagen sparen und ist noch dazu – ein wenig Erfahrung vorausgesetzt – um einiges flexibler. Als ich mit dem Projekt begonnen habe hatte ich quasi keine Ahnung von Asterisk und dem Aufbau einer solchen produktiven Anlage. Mittlerweile hab ich dann doch einiges an Know-How aufgebaut. Der Grund warum ich daraus auch wieder eine Reihe auf linux-aha machen möchte: Es gibt nur recht wenig Dokumentation für Business Anforderungen. Ich musste mir viel an Informationen zusammen suchen und genau das ist das, was hier nun hin soll.
Was sind die Anforderungen?
Welche Anforderungen gibt es an eine Telefonanlage innerhalb eines Unternehmens? Wir haben das “einfach” so gemacht, dass wir den Ist Stand als Minimum definiert haben und das Ziel mehr zu bieten. Die “normalen” Anforderungen sind von uns also quasi so definiert:
- Rufumleitung
- Rufweiterleitung
- Anrufergruppen
- Warteschleifen / Queues
- Mailboxen
- Auswertungsmöglichkeiten
- Anbindung an externe Systeme
- Mobilteile (DECT)
- Skalierbarkeit
- Verfügbarkeit
- Offenheit (keine Bindung an Hersteller, Schnittstellen)
- interaktive Menüs
- Ansagen, auch Zeitgesteuert
Nur Asterisk?
Am bekanntesten ist natürlich Asterisk – die OpenSource Anlage. Es gibt auch viele andere. Wir haben uns für Asterisk entschieden, da es dort die größte Community gibt und die Software einfach auch am längsten verfügbar ist. Wobei der Part mit der Community mich dann doch an der ein oder anderen Stelle ein wenig enttäuscht hat.
Eine potenziell mögliche Alternative ist freeswitch. Freeswitch ist wohl – und das hab ich nun nicht weiter geprüft – aus Asterisk entstanden aber hat mit einigen Altlasten aufgeräumt. Ich habe es nie getestet, da uns das ganze als noch zu früh beschrieben wurde.
Großer Kasten oder wie?
Telefonanlagen sind oft recht große Kästen. Ein Haufen Steckkarten, Netzteile und ….
Kann den eine VoIP Anlage das gleiche leisten? Naja, schon. Die eigentliche VoIP Anlage ist ja zuerst einmal ein Server. Der Server muss eine gewisse Leistung haben um x gleichzeitige Anrufe verwalten zu können. Der Server ist also zuerst einmal vergleichbar mit dieser großen Kiste. Nun hat der Server jedoch keine Anschlußmöglichkeiten für analoge Telefone, für Faxgeräte oder auch für den Zugang zum PSTN (zum öffentlichen Telefonnetz). Um diese Anschlußmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Man kann auf der einen Seite den Server genau so nutzen wie die große Kiste vom klassischen Anbieter. Man nimmt einen Server der einige Steckplätze hat und baut dort dann Karten ein, welche die gewünschten Ports zur Verfügung stellen. Bis zu einem gewissen Maß mag das funktionieren. Allerdings birgt das ganze einen recht großen Nachteil. Die Karten müssen vom Betriebssystem und auch von der VoIP Software unterstützt werden. Das mag am Anfang nicht das Problem sein. Was ist aber bei einem Update? Update des OS, bzw. der VoIP Software? Mit jedem Update stellt sich damit immer wieder nicht nur die Frage ob die Software noch läuft, sondern auch ob die Hardware noch läuft. Das ist nicht wirklich wünschenswert – wenn vermeidbar
Vermeiden lässt das ganze sich durch sogenannte Gateways. Gateways sind in dem Fall schwarze Boxen die beispielsweise einen Ethernet und 8 analoge Ports zur Verfügung stellen oder auch einfach die Schnittstelle zum PSTN darstellen. Sie wandeln beispielsweise das SIP Protokoll (bzw. RTP, T.38) in analoge Signale um das ganze kompatibel zu einem Faxgerät zu machen. Wir setzen dabei die Geräte der Firma Patton (www.patton.com) ein. Die Geräte sind ein wenig teurer, wurden uns jedoch als Qualitativ hochwertig und zuverlässig empfohlen. Damit hat man kein Problem mehr mit Updates und ist dazu noch nach oben hin skalierbar. Braucht man weitere Ports, so kommt eine weitere Box dazu und gut. Die Konfiguration ist recht einfach – darauf wird später nocheinmal eingegangen.
— Soweit Teil 1 —
Unleserliches debuggen, oder: Fehlersuche in verschlüsselten Protokollen
03. Mai
Immer mehr Datenverkehr wird verschlüsselt. Einerseits natürlich richtig und gut. Andererseits ein Problem. Früher konnte man mit Hilfe von Tools wie Wireshark (Ethereal) oder tcpdump relativ schnell Probleme (z.B.) in der Kommunikation zwischen Programm und Server herausfinden. Einfach den Netzwerkverkehr mitschneiden, ansehen / auswerten und es zeigten sich Fehler die man im Programm möglicherweise nicht zu Gesicht bekommen hat.
Mittlerweile sind die Pakete weitestgehend verschlüsselt und man kann nicht mehr einfach so “mit schreiben” – naja, man kann natürlich; aber lesen kann man es nicht. Also fällt ein mitschreiben – einfach mal so – flach.
Eine andere Möglichkeit die Kommunikation zwischen Programmen zu debuggen ist, sich einfach manuell zu verbinden und die Kommandos direkt einzugeben um zu prüfen ob der Server richtig reagiert. Dazu nahm man früher telnet … Auch telnet ist kein Kandidat mehr für verschlüsselte Protokolle.
Verbindung zu einem SSL geschützten Dienst
Eine Möglichkeit sich auf einen solchen Dienst zu verbinden bietet der Befehl
openssl s_client -connect <Zielrechner>:<Port>
Mit diesem Befehl kann man sich beispielsweise direkt auf einen per SSL geschützten IMAP Server (Port 993) verbinden und manuell Kommandos absetzen. Das ganze über eine SSL geschützte Verbindung – die nicht mitgeschnitten werden kann
Ganz wie früher mit telnet *freu*
Owned: Meine Gnome3 “Ausflüge”
02. Mai
Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.
Naja, so oder so ähnlich. So wie auch viele meiner Kollegen bin ich jemand, der – gerade was meinen Desktop angeht – sehr gerne immer das neueste an Software hat. Gnome3 sollte da keine Ausnahme sein. Aber wie? Wie siehts denn aus mit Ubuntu? Oder muss ich was anderes nehmen?
Für maverick hatte ich schon öfter mal nach einen funktionierenden, aktuellen PPA gesucht und nichts richtiges gefunden. Was dann? LMDE (Linux Mint Debian Edition) habe ich mittlerweile zu Hause installiert, da mir Ubuntu mit Unity nicht so recht passt (strategisch möchte ich das nicht unterstützen). Aber auch dafür gibt es noch kein Gnome3
Naja, machen wir es rund. Was hab ich getan?
zu Hause
Zu Hause hab ich Fedora 15 (beta) installiert. Da ich über einige Jahre mit RedHat gearbeitet habe, konnte ich mich da recht schnell zurecht finden. Und ich muss sagen es funktioniert prima. Auch die Sache mit meinem ISCSI Laufwerk auf der NAS-Box (s. hier) habe ich ohne Probleme ans Laufen gebracht. Gnome3 funktioniert und bisher gab es keine Abstürze.
Ich muss auch einigen anderen Bloggern oder Berichten Recht geben, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt und es dann auch mag. Persönlich finde ich die Oberfläche sehr modern und von der Bedienung her fortschrittlich. Einziges Manko sehe ich darin – wie auch viele andere – dass es zu wenig Tools gibt um den Desktop anzupassen. Selbst einen Menüeintrag kann man nur über Umwege realisieren.
Das Aussehen der Shell kann man anpassen – mit Hilfe des Tools Gnome-Tweak. Aber auch das ist noch ausbaufähig
Arbeitsplatz
Nachdem Natty dann letzte Woche das Licht der Welt erblickte wurde es Zeit auch in der Firma den Rechner in die neue Welt zu hieven. Also erst ein Update auf Natty und mit Natty sollte es ja – laut diversen Beschreibungen – möglich sein Gnome3 zu installieren. Nach dem Update auf Natty waren schon mal die Desktop Effekte nicht mehr nutzbar. Also Treiber deinstalliert und neu installiert, reboot und gut – ging wieder. Dann Gnome3? Ja.
Gedacht, getippt und es erschien ein Gnome3 Desktop. Sah soweit ganz gut aus, aber … Naja, das Theme passte alles nicht mehr. Diverse Menüeinträge funktionierten einfach nicht (Systemeinstellungen).
Naja, ging ja noch.
Dann hab ich Empathy eingerichtet. Wollte doch unbedingt die neue Benachrichtigungsleiste mit der man auch direkt auf Chats antworten kann ausprobieren. Sah soweit gut aus. Bis zur 5 Nachricht – mit der sich dann der komplett Desktop verabschiedete. Das passierte dann auch nach einen Neustart noch öfter.
Ok, das war am Freitag Nachmittag. Also erst mal übers Wochenende so stehen lassen.
Nach dem Wochenende gabs dann Updates aus dem Gnome3 PPA. Also voller Hoffnung installiert. Danach war dann alles futsch. Der GDM funktionierte gar nicht mehr. Das System fror ein bevor der Anmeldebildschirm erschien. Das wars dann.
Also Ubuntu 10.10 Stick genommen und das ganze neu installiert. Home zurückgesichert und mein guter Gnome 2 Desktop ist wieder da. Alles gut.
Fazit
Gnome3 gefällt – wenn auch noch einiges an Arbeit ist. Den Ubuntu Test kann ich nicht wirklich empfehlen – mit Fedora sieht das um einiges besser aus.
Generell fehlt dem neuen Desktop noch einiges an Tools, die den persönlichen Desktop konfigurieren lassen. Auch Dinge die eigentlich logisch erscheinen sind meiner Meinung nach erst Ansatzweise umgesetzt. So sucht die Suche in Gnome3 (das Suchfeld rechts oben) nur in den zuletzt geöffneten Dateien, bzw. in den Anwendungen. Warum bringt man dort nicht direkt die Funktionalität rein die Gnome-Do, Kupfer oder Synapse auf den Desktop bringen? Des Weiteren gibt es zu Zeit kein Tool um das Menü zu editieren, bzw. eigene Menüeinträge anzulegen (das geht manuell über .desktop Einträge in .local/share/apps/).
Ich hoffe Ubuntu wird auch eine Version mit vernünftig integriertem Gnome3 anbieten. Ansonsten muss ich mir eine Alternative suchen. Bis dahin wird auf meinem Heimrechner Fedora mit Gnome3 laufen und das Arbeitsgerät mit Ubuntu 10.10 mit Gnome2.
Daten auf NAS – aber bitte sicherererer
12. Apr
Vor genau einem Jahr habe ich einen Artikel geschrieben der sich mit einem NAS für zu Hause mit iSCSI beschäftigte (s. Teil I, Teil II, Teil III). Mittlerweile habe ich mir ein neues NAS gekauft – ein Synology DS411slim (Link). Was hat mich nun zu diesem NAS System gebracht? Kurz gesagt: Denny
Nee, im Ernst. Die Unterschiede zwischen den Systemen (und ich spreche nur von den Home NAS Systemen) ist sehr identisch. Man bekommt sehr billige die – laut Beschreibung – sämtliche Protokolle unterstützen und auch schnell sein sollen. Man bekommt teure die das gleiche versprechen.
Natürlich gibt es Unterschiede. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Lautstärke. Hat das System Lüfter? Welche größe haben sie? Laufen sie immer? Auch die Plattendimension macht einen Unterschied bei der Lautstärke – 3,5″ oder 2,5″? Für uns hier interessant: Mit welchem OS wird das System betrieben? Linux? Bei komplett fertigen Systemen ist auch die Frage welche Festplatten eingebaut sind oder ob 2x die gleiche oder verschiedene eingebaut sind. Das kenne ich aus dem Enterprise Umfeld, wo man zusieht dass in einem Plattensystem nicht eine komplette Serie verbaut ist – hat die einen Fehler, so hat mein ganzes System ein Problem. Das zu Hause zu bedenken mag dem ein oder anderen übertrieben erscheinen, allerdings ist das recht kostenneutral 2 oder mehrere Platten von verschiedenen Serien oder Herstellern zu nehmen – also warum nicht?
Das aber nur als kleines Vorwort
Darum Synology für mich
Ich habe mich für Synology entschieden, weil
- OS ist Linux
- Shellzugriff (bisher nicht benötigt aber möglich)
- erweiterbar über Pakete
- intuitive Benutzeroberfläche
- sehr nützliche Softwarefeatures
- das Gerät wurde als extrem leise getestet (stimmt auch)
- extrem klein, da nur 2,5″ Festplatten eingebaut werden können
- Raid im nachhinein erweiterbar
- geringer Stromverbrauch, gerade auch wegen den 2,5″ Platten
Nun kann man sagen das ganze sind keine Alleinstellungsmerkmale und diese Features haben viele NAS Systeme verschiedener Hersteller. Richtig. Aber:
- Von Synology gibt es gibt Apps für Android und iPhone, mit denen man bequem auf die Bilder, Musik und auch die Dateien auf der Box von überall zugreifen kann
Das war für mich das ausschlaggebende Argument.
Sicherheit der Daten
Das eigentliche Thema dieses Beitrags ist die Datensicherheit auf einer solchen Box. Ich habe einiges an Dokumenten die eine gewisse Sicherheit benötigen. Kann ich diese dann einfach per NFS oder Samba auf eine NAS Box legen? Meiner Meinung nach nicht.
Was passiert wenn die Box gehackt wird? Was wenn sie gestohlen wird? Der Hersteller muss nur einen Softwarefehler in der Firmware haben und die Daten stehen jedem offen. Alles natürlich nur dann, wenn die Box per DynDNS von Außen erreichbar ist (Apps!).
Nun bietet Synology an, die Daten eines “Gemeinsamen Ordners” per integriertem AES Chip zu verschlüsseln. Gut. Aber wie funktioniert das? Naja, so wie es eben nur möglich ist. Das Volume ist verschlüsselt. Um darauf zuzugreifen muss man entweder vorher per Benutzeroberfläche das Volume entsperren oder man lässt es beim booten entsperren. Hmmm… Also der Sinn das ganze beim Booten automatisch machen zu lassen erschließt sich mir auf Anhieb nicht und vor jedem Zugriff das Volume über die Benutzeroberfläche zu entsperren, bzw. danach wieder zu sperren, ist nicht wirklich benutzerfreundlich. Eine andere Möglichkeit gibt es jedoch so direkt nicht.
Container?
Am Anfang dachte ich, man könnte das ganze mit einem Container machen. Beispielsweise mit TrueCrypt. In Nautilus auf den Container klicken, Passwort eingeben und glücklich sein. Nada. TrueCrypt kann nicht mit Samba Laufwerken umgehen
(wenigstens nicht so über Nautilus).
Also das Verzeichnis direkt beim Booten mounten? Auch unschön. Der NetworkManager ist bei mir für die Netze verantwortlich. Also ist ein mounten von Laufwerken über die fstab nicht so einfach möglich.
iSCSI!!
Tja, nach einigem überlegen bin ich dann auf meinen eigenen Artikel gekommen
. Warum nicht iSCSI? Die Box macht das und ich könnte – mit Linux Standardmitteln – die Daten verschlüsseln. Gedacht, getan. Ein iSCSI Target auf der Box angelegt. Und wie schon in meinem anderen Artikel das LUKS Device angelegt, formatiert und gut.
Sobald der NetworkManager ein Device konfiguriert hat, erscheint in Nautlilus ein neues Gerät. Anklicken, Passwort eingeben (oder beim ersten Mal speichern) und schon bin ich auf der Box in einem verschlüsselten Volume.
Problem
Es gibt an sich nur ein Problem mit der Lösung. Es kann immer nur einer darauf zugreifen (zur selben Zeit). Das ist für mich kein Problem, da es sich nur um die Sicherheitsbedürtigen Daten handelt. Alle anderen Dateien sind von mehreren Rechnern gleichzeitig zugreifbar.
Schizophrene Router überwachen
25. Mrz
Es geht um redundante Internetanbindungen. Bekommt man diese von seinem Provider installiert, so hat man zwei Router in seinem Rechenzentrum stehen. Beide Router haben eine IP Addresse und halten eine weitere, virtuelle Addresse dei das Gateway darstellt.
Unterschiedliche Bandbreiten
Nun ist es so, dass man nur selten zweimal mit der identischen Bandbreite angebunden wird. Beispielsweise – auch je nach Standort – kann es sein, dass man nur 10% der normalen Leistung auf dem Backupmedium hat. So ist es natürlich wichtig zu wissen wenn die Hauptleitung ausfällt um einerseits das Problem zu melden und auch andererseits vielleicht diverse Dienste abzuschalten. Nur wie kann man erkennen welcher Router gerade aktiv ist? SNMP Zugriff ist meist auf Providerrouter nicht möglich – warum auch immer.
Welcher ist aktiv?
Wir hatten dann zuerst geplant die MAC Addresse über ARP zu prüfen – wenn sie sich ändert wäre der Router umgeschaltet worden. Leider nimmt HSRP (Hot-Standby-Routing-Protocoll) die MAC Addresse mit. Also ging das auch nicht. Was dann ging ist das ganze per traceroute zu machen. Traceroute zeigt als einen Hop eine der festen IPs der Router. Auf diese Weise kann man also bestimmen welcher Router gerade aktiv ist.
Das Script dazu
#!/bin/bash
# Dieses Script prueft per traceroute welcher
# Router gerade aktiv ist.
#
# Da wir keinen Zugriff auf die Router haben
# (snmp oder anders) musste das so gemacht werden.
#
# Ronny Becker, 03.2011
# Gateway IPs
PRI_GW=""
SEC_GW=""
# HOPs to GW
GW_HOPCOUNT="2"
# Check Target(s)
TEST_TARGET="www.heise.de www.google.de"
# Do your job
for TARGET in $TEST_TARGET
do
# run trace
TRACE=$(traceroute -m $GW_HOPCOUNT $TARGET 2>&1)
if [ $? != 0 ]
then
continue
fi
# check if primary matches
if [[ $TRACE =~ $PRI_GW ]]
then
echo "Primary Gateway active"
exit 0
fi
# check if secondary matches
if [[ $TRACE =~ $SEC_GW ]]
then
echo "Seconday Gateway active"
exit 1
fi
done
echo "Unknown Gateway status"
exit 2
Das Script ist so gemacht, dass es von Nagios genutzt werden muss. Wer das ganze auf Mail umstellen möchte muss halt ein paar Änderungen vornehmen.
HDYUYD Teil V: Internet, Office & Editor
23. Mrz
Heute zeige ich nichts so wahnsinnig neues oder verwunderliches. Aber um das ganze möglichst vollständig zu halten muss eben auch so etwas in diese Serie.
Mit welchen Tools wird gesurft, womit die “normalen” Office Arbeiten erledigt? Ich denke da bin ich absolut standardmäßig unterwegs. Wobei das genere
ll so eine Sache ist, da nicht jeder auf der Arbeit mit Linux arbeiten darf(!).
Internet Browser
Browser Nummer 1 ist Firefox. Von ihm komme ich nicht so recht ab, da er die – hier beschriebene – Erweiterung AutoAuth als einziger anbietet, die innerhalb eines Corporate Network definitiv interessant ist. Ansonsten habe ich ProxySwitch (zwischen mehreren Proxies, bzw. keinem per Klick umschalten) und AdBlock Plus (sollte wohl jeder kennen) installiert. Also recht langweilig.
Naja, durch mein mittlerweile recht bekanntes Email-MIgrationsprojekt habe ich mittlerweile doch so einige zu Thunderbird bringen können. Natürlich arbeite ich auch selbst damit. Für die Migration ist Thunderbird als Fatclient eine der Hauptbestandteile.
Thunderbird kann sich recht gut in einen Gnome Desktop einbinden. Damit meine optisch als auch funktional. Beispielsweise funktioniert “senden an …” aus dem Kontextmenü wenn man Thunderbird bei den bevorzugten Programmen als Emailprogramm hinterlegt.
Mit dieser Einstellung kann man einfach eine Datei nehmen und per rechte Maustaste “senden an…” mit Thunderbird versenden. Aber Achtung! Das ganze funktioniert nicht mit Dateien von Netzwerklaufwerken (bspw. SFTP über Nautilus). Auch drag&drop funktioniert nicht aus solchen Laufwerken.
Addons
- Close Tab on ESC – Damit kann man ein TAB mit ESC schließen
- Lightning – Als Kalender / Aufgaben Addon (Migrationsprojekt)
- Provider für Google Kalender – Den privaten Google Kalender auch anzeigen
- XNote – Damit kann man nette Notizen an eine Mail “ankleben”
Office
Tja, als Officepaket kommt mittlerweile LibreOffice zum zug. Ich denke da braucht man auch nicht viel zu zu sagen. Da ich nicht viel mit Office Dokumenten mache komme ich gut damit klar. Anders mag es aussehen wenn man sehr viel damit macht oder machen muss, dann wird die Frage der kompatibilität zu MS Office eine große Rolle spielen. Bei mir nicht so
Editor
Zum editieren gibt es für mich zur Zeit zwei Programme. Zuerst einmal natürlich vi / vim. Der ist standard für Admintätigkeiten auf entfernten Maschinen oder auch auf meiner lokalen Workstation.
Danach kommt seit kürzerem Scribes.
Scribes wurde vor einiger Zeit auch auf dem Planeten beschrieben. Er ist wahnsinnig hilfreich bei sehr vielen Scriptsprachen. Normalerweise bin ich kein Freund von Tools die einem alles vorgeben und alles besser wissen, aber Scribes tut das wirklich intelligent. Einfach mal ausprobieren.
[Update] Und heute im Ü-Ei: Advanced Disclaimer für Postfix
10. Mrz
In meinem Artikel zum Advanced Disclaimer für Postfix mit Hilfe von altermime haben sich ein paar kleine Fehler eingeschlichen. Ich habe die Fehler nun korrigiert und den Artikel (den Script Teil) überarbeitet.
Fehler 1:
Die Empfängeraddresse wurde nicht richtig bestimmt
REC_DOMAIN=${2##*@}
muss heißen
REC_DOMAIN=${4##*@}
Fehler 2:
Durch diesen Fehler kann es passieren, dass Mails teilweise ganz abgeschnitten ankommen, bzw. auch teilweise “nur” der Anhang fehlt. Das ganze ist darauf zurückzuführen, dass sich in der Mail – wenigstens dann wenn sie von altermime bearbeitet wurde – eine Zeile mit lediglich einem Punkt befindet. Dies wird von Postfix bei der Rückgabe als “ende” interpretiert. Daher muss der sendmail Aufruf innerhalb des Scripts angepasst werden (3x).
Aus
$SENDMAIL "$@" <in.$$
wird also
$SENDMAIL -i "$@" <in.$$







